Asunción: Das südamerikanische Team unter der Leitung des Argentiniers Gustavo Alfaro ging laut den Prognosemärkten mit minimalen Chancen in die Begegnung mit Deutschland. Mit einem Kader im Wert von gerade einmal 178 Millionen US-Dollar eliminierte es einen der Haupttitelkandidaten im Elfmeterschießen.
Paraguay sorgte am vergangenen Montag für die erste Riesenüberraschung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Nach einem 1:1-Unentschieden über 120 Minuten setzte sich das von Gustavo Alfaro trainierte Team im Elfmeterschießen mit 4:3 durch und warf Deutschland aus dem Turnier – einen der Top-Favoriten auf den Titel und den ersten Giganten, der sich von der WM verabschieden muss.
Doch dieser Paukenschlag lässt sich nicht nur sportlich erklären, sondern auch durch die Zahlen. Laut den Marktwerten von Transfermarkt besitzen die 26 von Paraguay nominierten Profis einen Gesamtwert von 178 Millionen US-Dollar. Deutschland hingegen reiste mit einem Kader zur Weltmeisterschaft, der auf 1,1 Milliarden US-Dollar taxiert wird.
Selbst die Prognosen im Vorfeld spiegelten ein solches Szenario nicht ansatzweise wider. Vor der Partie sahen die Wettmärkte und verschiedenen statistischen Modelle Deutschland mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 70 % als klaren Favoriten auf das Weiterkommen. Paraguay hingegen hatte gerade einmal eine Chance von rund 10 %, das Spiel in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden.
Der Unterschied abseits des Rasens war erdrückend: Die deutsche Nationalmannschaft ist mehr als sechsmal so viel wert wie die paraguayische. Die sportliche Realität schrieb jedoch eine ganz andere Geschichte.
Und das lässt sich auch noch anders bemessen: Jamal Musiala und Florian Wirtz, die beiden wertvollsten Spieler Deutschlands, werden auf jeweils rund 116 Millionen US-Dollar geschätzt. Zusammen kommen sie auf etwa 232 Millionen US-Dollar – eine Summe, die den Marktwert des gesamten paraguayischen Kaders übersteigt.
In Paraguay ist Julio Enciso der am höchsten bewertete Akteur. Er spielt beim französischen Club Racing Straßburg und hat einen Marktwert von 29 Millionen US-Dollar. Die gleiche Summe wird für Diego Gómez vom englischen Verein Brighton & Hove Albion aufgerufen.
Mit anderen Worten: Jeder der beiden deutschen Topstars ist fast viermal so viel wert wie der teuerste Fußballer Paraguays.
Das Torwart-Duell, das letztendlich die Geschichte entschied
Auch das Elfmeterschießen bot einen Vergleich, der den Kontrast zwischen beiden Kadern verdeutlicht.
Paraguays 26-jähriger Torhüter Orlando Gill hat einen Marktwert von nahe 7 Millionen US-Dollar. Er wurde in Paraguay ausgebildet und steht heute beim argentinischen Club San Lorenzo de Almagro unter Vertrag. Er avancierte zu einem der großen Helden des Weiterkommens, indem er im Moment des größten Drucks parierte.
Ihm gegenüber stand Manuel Neuer. Mit seinen 40 Jahren hat der historische deutsche Keeper heute einen Marktwert von rund 5 Millionen US-Dollar – weit unter den 30 Millionen Euro (nach heutigem Kurs etwa 35 Millionen US-Dollar), die Bayern München 2011 an Schalke 04 zahlte, was damals eine Rekordsumme für einen Torwart darstellte.
Klasse und Historie spielten beim Showdown vom Punkt jedoch keine Rolle mehr: Es war Gill, der am Ende den Ausschlag gab, um eine der größten Sensationen des Turniers perfekt zu machen.
Wenn Geld keine Tore schießt
Abseits der nackten Zahlen untermauert dieser Triumph die Arbeit des argentinischen Trainers Gustavo Alfaro an der Spitze einer Nationalmannschaft, die einmal mehr bewiesen hat, dass Marktwerte keine Ergebnisse garantieren.
Die Niederlage verschärft zudem die sportliche Krise in Deutschland. Mit dem Ausscheiden gegen Paraguay scheiterte der viermalige Weltmeister zum dritten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft vor dem Achtelfinale – eine beispiellose Negativserie für eine der erfolgreichsten Nationalmannschaften der Geschichte.
Als historische Randnotiz: Das Ausscheiden ereignete sich exakt 40 Jahre nach einem weiteren bitteren Tag für den deutschen Fußball – dem 29. Juni 1986, als man Argentinien rund um Diego Maradona im Finale der WM in Mexiko mit 2:3 unterlag.
Diesmal war es nicht Argentinien. Es war Paraguay. Und die fast 1,1 Milliarden US-Dollar Marktwert der Deutschen reichten nicht aus, um den Lauf der Geschichte zu ändern.
Wochenblatt / Forbes Paraguay
















bmwgs1150r
Die deutsche Nationalmannschaft war so schlecht wie nie, wie kann man da so stolz drauf sein, sie geschlagen zu haben? Vor allen da Paraguay noch schlechter gespielt hat und nur wegen der Wettmafia durch das aberkannte Tor gewonnen hat. Sonst hätte die schlechteste Nationalelf aller Zeiten Paraguay doch geschlagen. Hört endlich auf auf den Deutschen rumzuhacken, kümmert euch doch mal um die Probleme hier im Land. Neid ist ein schlechter Ratgeber!
Jied Kloosse
@bmwgs1150r
Oh Mann, jetzt hör doch zu jammern! Nimm es einfach zur Kenntnis: Paraguay hat verdient gewonnen. Die Deutsche Nationalmannschaft war einfach saumässig schlecht. Dagegen waren die La Albirroja einfach besser. Übrigens: es gab keine Wettmafia. Das nicht gegebene Tor für die Deutschen war rechtens.
Zum nächsten Spiel der deutschen Fussball – Nationalmannschaft kommt der Papst.
Er reist immer dorthin, wo Not und Elend am grössten sind.