Asunción: Auf dem Hinterhof des Zentralkrankenhauses des Fürsorgeinstitutes IPS stehen 20 Container mit Operationssaal-Ausstattungen im Wert von 20 Millionen US-Dollar für einen Gebäudekomplex der nie gebaut wurde. Die Geräteschaften wurden angeschafft und bezahlt.
Das Sozialversicherungsinstitut (IPS) öffnete einen Container, in dem sein Leiter Isaías Fretes medizinisch-technische Geräte zur Modernisierung der Operationssäle des Zentralkrankenhauses erwartet hatte.
Bei der Prüfung fand das IPS in dem Container, in dem der Vorsitzende Isaías Fretes Geräte für die Operationssäle vermutete, lediglich metallene Bauteile. „Und dann? Wo ist das Material für den OP? Das ist ja ein Witz für die Sendung Verstehen Sie Spaß“, sagte Fretes sichtlich enttäuscht.
Begleitende Mitarbeiter erklärten ihm, dass es sich um Trennwände für die Raumaufteilung im siebten Stock handele. „Ich dachte angesichts der zugesicherten Lieferung, wir würden Gold finden“, fügte der Institutsleiter hinzu – wie die Journalistin Tamara Celano berichtete.
Der Justiziar des IPS, Pablo Morínigo, kündigte an, die Angelegenheit durch „gründliche interne Prüfungen“ aufklären zu wollen. Er wies jedoch darauf hin, dass dies kein schneller Prozess sein werde.
Die bestellte Ausrüstung hatte einen Wert von 20 Millionen US-Dollar; der Lieferant hatte sie bereits im Jahr 2022 auf dem Gelände des Instituts abgestellt. Das IPS hatte den Auftrag an die Firma Neighpart für 35 Milliarden Guaranies vergeben und bereits etwa 10 Milliarden Guaranies als unrechtmäßige Vorauszahlungen geleistet. Die Ausstattung der OP-Säle wurde anscheinend aus den Containern entfernt.
Morínigo erklärte, dass sowohl Mitarbeiter des Instituts als auch externe Stellen außerhalb des IPS für die Vorgänge verantwortlich gemacht werden könnten.
Wochenblatt / Última Hora















