Asunción: Jan De Nul hat eine neue Konzession für die Paraná-Wasserstraße in Argentinien erhalten. Das Unternehmen wird den 1.400 Kilometer langen Abschnitt über einen Zeitraum von 25 Jahren ausbaggern, modernisieren und warten. Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass Jan De Nul Gebühren von durchfahrenden Schiffen erheben darf.
Nach Angaben des Unternehmens ist Jan De Nul bereits seit 1995 mit der Instandhaltung des Paraná beauftragt. Der Fluss gehört zur Wasserstraße Paraguay–Paraná, einem Binnenwasserstraßensystem, das die Flüsse Paraguay und Paraná verbindet. Diese Wasserstraße stellt die Verbindung zwischen den Binnenregionen Brasiliens, Boliviens, Paraguays und Argentiniens und den Seehäfen am Atlantischen Ozean her.
Dem Unternehmen zufolge werden 75 bis 80 Prozent der argentinischen Agrarexporte über diese Wasserstraße transportiert – vor allem Sojabohnen, Mais und Weizen. Die Leistungsfähigkeit dieser Infrastruktur gilt daher als entscheidender Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region.
In den ersten Jahren der Konzession wird Jan De Nul die Fahrrinne vertiefen. Dadurch sollen auch größere Schiffe die Binnenhäfen erreichen können. Ziel ist es, die Logistik zu verbessern, die Transportkosten zu senken und das Exportwachstum zu fördern.
Neben den Baggerarbeiten umfasst die Konzession auch die Modernisierung der Navigations- und Überwachungsinfrastruktur. Dazu gehören der Austausch und die Wartung von 1.150 Fahrwassermarkierungen sowie die Aktualisierung des bestehenden Systems zur Erfassung von Kenngrößen wie Wasserstand, Durchflussmenge und Strömungsgeschwindigkeit.
„Die erneute Vergabe dieser Konzession ist ein Meilenstein für uns“, erklärt Christophe Wante, Bereichsleiter für Baggerlösungen bei Jan De Nul. Er betrachtet dies als Bestätigung der technischen Fachkompetenz, Zuverlässigkeit und langfristigen Ausrichtung des Unternehmens.
Die Instandhaltungsarbeiten im Rahmen der Konzession sollen im August 2026 beginnen. Die zentralen Ausbaumaßnahmen – einschließlich der Vertiefung der Fahrrinne – sollen bis 2031 abgeschlossen sein.
Wochenblatt / hansa news













