RSV auf dem Vormarsch: Warum Impfen lebenswichtig ist

Asunción: Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist der Hauptgrund für Krankenhauseinweisungen im Land. Mit 33 Todesfällen im letzten Monat und einer geringen Impfquote drängen die Gesundheitsbehörden zur Vorsorge und zu rechtzeitigen Arztbesuchen.

Das öffentliche Gesundheitssystem steht aufgrund der anhaltenden Zirkulation von Atemwegsviren vor einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach medizinischer Versorgung. Laut dem heute veröffentlichten epidemiologischen Bericht des Ministeriums für öffentliche Gesundheit (MSPBS) hat sich das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) derzeit als Hauptursache für Arztkonsultationen und Krankenhauseinweisungen im Land positioniert und damit andere saisonale Erkrankungen verdrängt.

Der wöchentliche Bericht zeigt, dass in den letzten vier Wochen insgesamt 1.552 Personen wegen schwerer akuter Atemwegsinfektionen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Von dieser Patientengruppe benötigten 15 % eine Intensivpflege, was die Schwere unterstreicht, mit der diese Krankheitsbilder die Bevölkerung treffen können.

Atemwegsvirus: Verteilung der Fälle und gefährdete Gruppen

Der Bericht führt aus, dass die am stärksten betroffenen Bevölkerungsschichten jene Altersgruppen sind, die als Risikogruppen gelten. Erwachsene über 60 Jahre machen 27 % der stationär aufgenommenen Patienten aus, während auf die pädiatrische Gruppe der Kinder unter 2 Jahren 24 % der Krankenhauseinweisungen entfallen. Es folgt in geringerem Maße die Gruppe der Jugendlichen zwischen 5 und 19 Jahren, die 18 % der stationären Patienten ausmacht.

Die Generaldirektion für Gesundheitsüberwachung betont, dass die Co-Zirkulation verschiedener Virusarten das Bild verkompliziert. Obwohl das Synzytial-Virus die Rangliste der Häufigkeit bei stationären Patienten anführt, wurden auch kontinuierlich Fälle von Rhinoviren, Influenza A (H3N2) und Metapneumoviren identifiziert, was zur hohen Auslastung der Gesundheitseinrichtungen beiträgt.

Von 33 Verstorbenen im Monat war niemand geimpft

Einer der kritischsten Aspekte, die das Gesundheitsministerium gemeldet hat, ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit diesen Atemwegsinfektionen. In den letzten vier Wochen wurden 33 damit verbundene Todesfälle bestätigt.

Unter den registrierten Ursachen stechen das Rhinovirus (14 Todesfälle), Influenza A H3N2 (7), das Respiratorische Synzytial-Virus (4) und das Metapneumovirus (4) hervor, neben Fällen von Parainfluenza und Co-Infektionen. Mit diesen Zahlen steigt die Gesamtzahl der Todesopfer durch Atemwegserkrankungen im bisherigen Jahr 2026 auf 131 Personen.

Ein Fakt, der die Dringlichkeit von Präventivmaßnahmen unterstreicht, ist, dass keiner der in diesem Zeitraum Verstorbenen eine Grippeimpfung für die aktuelle Saison vorweisen konnte.

Alarm wegen niedriger Impfquote

Trotz der Bemühungen der Nationalen Winter-Impfkampagne äußerten die Gesundheitsbehörden Besorgnis über das bisher erreichte niedrige Immunisierungsniveau. Derzeit liegt die Impfquote gegen Influenza bei Kindern unter 3 Jahren sowie bei Erwachsenen über 60 Jahren bei gerade einmal 24 %.

Angesichts der jüngsten Warnung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) vor den Auswirkungen der Co-Zirkulation von Influenza und dem Synzytial-Virus in der Region stellt die Impfung das wirksamste Instrument dar, um das Risiko schwerer und tödlicher Komplikationen zu senken.

Die Impfdosen gegen Influenza sind in den Impfzentren des Landes erhältlich. Das Gesundheitsministerium erinnert daran, dass der wirksame Schutz etwa zwei Wochen nach der Verabreichung beginnt.

Zudem stehen Impfstoffe zur Verfügung, die schweren Infektionen durch das Respiratorische Synzytial-Virus vorbeugen sollen. Diese richten sich speziell an Neugeborene (geboren zwischen November 2025 und Juli 2026) sowie an Kinder unter einem Jahr mit Risikofaktoren.

Wochenblatt / Abc Color

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