Haftung für Straßenzustand: Paraguayischer Staat nach tödlichem Frontalzusammenstoß verurteilt

Asunción: Ein Berufungsgericht für Zivil- und Handelssachen hat das Urteil gegen den paraguayischen Staat bestätigt. Dieser muss 900 Millionen Guaranies an die Familie eines U14-Spielers des Fußballclubs Club Olimpia zahlen, eine Summe, die sich durch Zinsen auf über 2 Milliarden Guaranies beläuft. Der Jugendliche war im Oktober 2019 bei einem Verkehrsunfall auf der Fernstraße Acceso Sur ums Leben gekommen, der durch ein Schlagloch verursacht wurde.

In dem Urteil wird festgestellt, dass die Verantwortung des Staates in diesem speziellen Fall eindeutig ist. Die Beweise hätten gezeigt, dass sich die Asphaltdecke nicht in einem verkehrssicheren Zustand befand. Die Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld wurde von Francisco Javier Yegros León und Amelia Riveros Benítez gegen das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) wegen des Todes ihres minderjährigen Sohnes Javier Alexander Yegros Riveros eingereicht.

„Wir haben es hier mit einem tödlichen Unfall zu tun, bei dem der Sohn der Kläger infolge des schlechten Zustands der Straße (Schlagloch) ums Leben kam. Für deren Instandsetzung und Erhaltung ist der paraguayische Staat verantwortlich“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Es wurde argumentiert, dass der moralische Schaden (Schmerzensgeld), der den Eltern des Jugendlichen dadurch entstanden ist, vollständig nachgewiesen sei.

Damit bestätigten die Richter Osvaldo González, Hugo Garcete und Carlos Escobar die Entscheidung der Richterin Alejandra Zavala, die der Klage der Eltern des Todesopfers wegen moralischen Schadens und Vermögensschadens stattgegeben hatte.

Der Unfall ereignete sich, weil das linke Vorderrad eines Lastwagens in ein beträchtlich großes Schlagloch geriet, sich daraufhin löste und das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort prallte es frontal mit dem Auto zusammen, in dem das Todesopfer und weitere Insassen unterwegs waren. Der Aufprall führte zum sofortigen Tod des Fahrers und verletzte die im Fahrzeug befindlichen Minderjährigen schwer.

Wochenblatt / Megacadena

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