Asunción: Im Zuge der digitalen Transformation des Gesundheitssystems hat das Ministerium für öffentliche Gesundheit und soziale Fürsorge (MSPBS) ein automatisches Validierungssystem für die Ausgabe von Medikamenten in Kraft gesetzt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, staatliche Ressourcen zu schützen und zu garantieren, dass Medikamente und medizinische Hilfsmittel ausschließlich an berechtigte Patienten ausgegeben werden.
Durch diesen neuen Mechanismus der automatischen Datenvalidierung findet die Überprüfung in Echtzeit statt: Sobald ein Bürger Medikamente in der Apotheke einer staatlichen Gesundheitseinrichtung anfordert, gleicht das System die Konsistenz der Daten ab. Dies verbessert die Informationsqualität, optimiert Ressourcen und sorgt für eine sicherere sowie effizientere Versorgung.
Wie funktioniert diese Kontrolle?
Bei der Eingabe der Identitätskarte (Cédula) des Patienten in das Apotheken-System (SICIAP) führt dieses eine automatische Identitätsprüfung durch:
-Interner Abgleich: Es wird geprüft, ob der Patient in der internen Datenbank registriert ist, und diese Daten werden mit dem offiziellen Sterberegister abgeglichen.
-Polizei-Abgleich: Sollte der Patient nicht in der internen Basis auffindbar sein, fragt das System in Echtzeit die Datenbank der Identifikationsabteilung der Nationalpolizei ab, um die Identität und den aktuellen Status zu validieren. Dies stellt sicher, dass die Ausgabe auf verlässlichen und aktualisierten Daten basiert.
Erkennt das System, dass die Person im entsprechenden Register als verstorben geführt wird, wird die Ausgabe der Medikamente automatisch blockiert und der Verbrauch kann nicht verbucht werden. Auf diese Weise werden Fehler bei der Übergabe verhindert und es wird sichergestellt, dass die Bestände tatsächlich denjenigen zugutekommen, die sie für ihre Behandlung benötigen.
Was passiert bei einem Datenfehler?
Obwohl es sehr selten vorkommt, kann es passieren, dass ein lebender Patient aufgrund eines Tippfehlers bei der Eingabe der Ausweisnummer in einem Totenschein fälschlicherweise als verstorben gemeldet ist. Für diesen Fall hat das Ministerium ein schnelles Korrekturverfahren eingerichtet:
-In der Apotheke: Das Personal informiert den Patienten über die Blockade. Dieser muss lediglich seine originale Identitätskarte vorlegen, um die Richtigkeit seiner Daten zu bestätigen.
-In der Statistikabteilung: Das zuständige Team prüft, ob ein Fehler im System für Vitalstatistiken (SSIEV) vorliegt.
-Sofortige Korrektur: Sobald der Fehler bestätigt ist, wird die Generaldirektion für Gesundheitsinformationen (DIGIES) benachrichtigt, um die Datenbank zu korrigieren. Nach der Aktualisierung der offiziellen Daten wird die Sperre aufgehoben und der Patient kann seine Medikamente problemlos abholen.
Diese Systemintegration modernisiert nicht nur das Gesundheitsmanagement, sondern sorgt auch für die Gewissheit eines transparenteren, effizienteren und gerechteren Gesundheitssystems.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















