Kolonie Independencia: Ein schwerer Verkehrsunfall auf brasilianischen Straßen hat das Leben einer paraguayischen Familie von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt.
Während das kleine Mädchen Mia die Katastrophe wie durch ein Wunder überlebte, steht ihre Familie nun vor den Trümmern ihrer Existenz – und vor immensen medizinischen Kosten. Dass ausgerechnet jetzt eine “Pollada Solidaria“ organisiert werden muss, wirft eine bittere Frage auf: Wo bleibt die Verantwortung des Transportunternehmens? Doch jetzt zählt vor allem eins: Zusammenhalt.
Ein Plakat macht in den sozialen Netzwerken die Runde: “¡Todos juntos por Mía! Pollada Solidaria“. Ein gegrilltes Hähnchenschenkel mit Reis, ein Termin für Sonntag, den 2. August, beim Wohnhaus von Juan Rivas in der Kolonie Independencia (Ortsteil Melgarejo), für nur 10.000 Guaranies. Eine Spendenaktion, wie sie in Paraguay aus großer Nachbarschaftsliebe geboren wird – doch hinter dem Bild verbirgt sich eine traurige Realität.
Mia überlebte das tragische Unglück eines Fernbusses in Brasilien. Doch statt dass sich die Familie voll und ganz auf die körperliche und seelische Genesung des Kindes konzentrieren kann, ist sie gezwungen, Spenden zu sammeln, um Behandlungen, Reha-Maßnahmen und Verdienstausfälle zu decken.
Ein dringender Aufruf an die Gemeinschaft in Independencia und Umgebung
Da die bürokratischen Mühlen und Entschädigungszahlungen des Busunternehmens viel zu langsam mahlen, darf das kleine Mädchen nicht die Leidtragende sein. Deshalb ist jetzt die Unterstützung der gesamten Bevölkerung in der Kolonie Independencia, Melgarejo und den umliegenden Gemeinden gefragt.
Unter dem Motto “Hoy por mi, mañana por ti“ (Heute für mich, morgen für dich) sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich aufgerufen, sich an dieser solidarischen Aktion zu beteiligen und der Familie unter die Arme zu greifen:
-Essen bestellen: Jede Portion gegrilltes Hähnchen für 10.000 Gs. bringt Mia und ihrer Familie eine direkte finanzielle Entlastung.
-Vor Ort unterstützen: Kommen Sie am 2. August nach Melgarejo (Wohnhaus Juan Rivas. Sie können die genaue Lage in der Tanzschule erfahren Academia de Danza Bethania). Auch Sachspenden, Hilfe bei den Vorbereitungen oder zusätzliche finanzielle Beiträge helfen dabei, eine möglichst hohe Summe für die anstehenden medizinischen Kosten einzunehmen.
-Weitersagen: Teilen Sie den Aufruf in Ihren WhatsApp-Gruppen und Netzwerken in der Kolonie und Umgebung, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Wenn Solidarität die Lücken des Systems füllen muss
So großartig die Hilfsbereitschaft in Melgarejo und der gesamten Region auch ist, hinterlässt der Fall einen extrem bitteren Beigeschmack. Ein Busunternehmen, das Passagiere auf internationalen Routen befördert, trägt die volle rechtliche und moralische Verantwortung für die Sicherheit seiner Fahrgäste. Es ist verpflichtet, über Versicherungen zu verfügen, die im Falle eines Unfalls sämtliche Heilbehandlungen und Folgekosten lückenlos und sofort abdecken.
Drei Tote bei Busunglück: Trauer in der Kolonie Independencia
Dass Angehörige Wochen nach einem Unfall Hähnchen verkaufen müssen, zeigt die Schwachstellen des Systems:
Verzögerungstaktik: Die Auszahlungen von Versicherungen ziehen sich oft über Monate hin – die Kosten für Medikamente fallen jedoch jetzt an.
Fehlende Soforthilfe: Das schuldige Unternehmen müsste unverzüglich und unbürokratisch in Vorleistung gehen, um der Familie in dieser Ausnahmesituation beizustehen.
Zusammenstehen für Mia
Es bleibt ein Armutszeugnis für die Verantwortlichen des Busunternehmens, dass sie ihre finanzielle Last auf die Schultern der Angehörigen abwälzen. Doch im Moment zählt vor allem die Gesundheit des kleinen Mädchens.
Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, wie stark die Gemeinschaft in der Kolonie Independencia sein kann: Unterstützen Sie die Pollada am 2. August in Melgarejo und helfen Sie Mia auf ihrem Weg zur Besserung.
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