Fleischindustrie schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Landesinneren

Colonia Independencia: Im Rahmen der Woche der Industrie besuchte Minister Marco Riquelme den Schlachthof und Fleischverarbeitungsbetrieb „Frigorífico Willy“ in der Stadt Independencia. Dabei hob er den Beitrag jener Industrien hervor, die die landwirtschaftliche Produktion verarbeiten, Arbeitsplätze schaffen und im Landesinneren für Wertschöpfung sorgen.

Der Familienbetrieb mit einer mehrgenerationenlangen Tradition in der Region beschäftigt direkt 35 Mitarbeiter. Darüber hinaus verarbeitet das Unternehmen monatlich etwa 450 Schweine und 50 bis 60 Rinder bei einer täglichen Produktion von 1.000 bis 1.500 Kilo. Das Sortiment umfasst rund 60 Produkte aus Schweine- und Rindfleisch, darunter 35 verschiedene Wurst- und Pökelfleischwaren.

Während des Rundgangs betonte Minister Riquelme die Rolle solcher Betriebe innerhalb der paraguayischen Fleischkette. Er hob hervor, dass es neben der Fleischproduktion auch Industrien gibt, die einen echten Mehrwert schaffen, Marken entwickeln und neue Chancen in den Regionen eröffnen.

„Wir sind eine weltweite Supermacht in der Fleischproduktion, aber ebenso wichtig sind Unternehmen, die zusätzliche Wertschöpfung betreiben und Marken wie den Frigorífico Willy aufbauen“, erklärte er.

An dem Besuch nahmen auch der Präsident des Nationalen Dienstes für Tiergesundheit und -qualität (Senacsa), José Carlos Martin, Vertreter des Verbands der Industriellen Paraguays (UIP) sowie Teams des Ministeriums für Industrie und Handel teil.

Eine Industrie aus Familientradition

Der Inhaber des Frigorífico Willy, Martín Bachmann, erklärte, dass die Familiengeschichte in der Region ein Jahrhundert zurückreicht, als sein Großvater nach Independencia kam. Seitdem sind verschiedene Generationen mit der Produktion verbunden geblieben; heute setzt die Familie auf die Industrialisierung als Weg, ihre Präsenz in der Gemeinde zu sichern.

„Seit Generationen sind wir hier verwurzelt, und glücklicherweise konnten wir eine kleine Industrie aufbauen, die uns einerseits eine Zukunft in dieser Region sichert und andererseits der Gemeinschaft ein wenig zurückgibt, indem wir den Jugendlichen vor Ort Arbeit bieten“, so Bachmann.

Er betonte, dass der Betrieb moderne Abläufe mit handwerklichen Techniken verbindet und dabei Fachwissen einfließen lässt, das sein Team in Europa erworben hat. Insbesondere hob er das Räucherverfahren als eines der Hauptmerkmale ihrer Produkte hervor.

Industrie schafft Chancen

Der Präsident von Senacsa, José Carlos Martin, betonte seinerseits, dass die Auswahl des Frigorífico Willy für das Programm der Industrie-Woche ein Entwicklungsmodell widerspiegelt, das darauf abzielt, die Land- und Viehwirtschaft mit der Industrialisierung im Landesinneren zu verknüpfen.

Er wies darauf hin, dass dieser Prozess eng mit dem Konzept der „neuen Ländlichkeit“ verbunden ist, welches darauf ausgerichtet ist, Beschäftigungschancen und wirtschaftliche Entwicklung direkt in den Gemeinden zu schaffen und somit die Abwanderung in die großen Ballungszentren zu verringern.

Die Erfahrung des Betriebs verdeutlicht, wie die industrielle Verarbeitung nationaler Rohstoffe die Produktionsketten stärken, formelle Arbeitsplätze schaffen und zur wirtschaftlichen Entwicklung mittelgroßer Städte beitragen kann.

Im Rahmen der Industrie-Woche setzt Minister Riquelme – gemeinsam mit seinen Vizeministern – seine Besuche in Produktionsstätten im ganzen Land fort. Ziel ist es, die Abläufe aus erster Hand kennenzulernen, den Beitrag der Betriebe zur Wirtschaft sichtbar zu machen und das Wachstum einer zunehmend diversifizierten Industrie mit höherer Wertschöpfung zu begleiten.

Wochenblatt / MIC

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