Asunción: Die Nationale Einwanderungsbehörde gab bekannt, dass sie zwischen Januar und Juli dieses Jahres 2026 insgesamt 2.752 migratorische Sicherheitsverfahren durchgeführt hat. Damit wurde der Gesamtwert des gesamten Jahres 2025 (2.697 Verfahren) bereits übertroffen. Dies sei das Ergebnis der verstärkten Kontrollen an den Grenzüberfällen und Flughäfen des Landes im Rahmen des Gesetzes Nr. 6984/22.
Von der Gesamtzahl entfielen 1.499 Fälle auf Ausreiseverbote, 1.000 auf Einreiseverweigungen, 144 auf Ausweisungen, 81 auf Übergabeverfahren und 28 auf Auslieferungen. Die häufigste Ursache war mit 1.154 Fällen das Fehlen von Reisedokumenten, gefolgt vom Fehlen der Genehmigung für Auslandsreisen von Kindern und Jugendlichen in 204 Fällen.
In demselben Zusammenhang wurden 120 Einreiseverhinderungen wegen gerichtlich verhängter Ausreiseverbote, 17 aufgrund von Haftbefehlen, drei im Auftrag von INTERPOL und ein Fall einer durch das Nationale Antidrogen-Sekretariat (SENAD) festgenommenen Person registriert.
Venezuela, Brasilien und Argentinien mit den meisten Einreiseverweigungen
Was die 1.000 verweigerten Einreisen betrifft, wird die Liste von Venezuela (335) angeführt, gefolgt von Brasilien (229), Argentinien (165) sowie in geringerem Maße Kolumbien (57) und der Volksrepublik China (50) – neben Staatsbürgern aus weiteren Ländern Amerikas, Europas, Asiens und Afrikas.
Von den 144 registrierten Ausweisungen erfolgten 84 auf administrativem und 60 auf gerichtlichem Weg. Hierbei dominierten brasilianische Staatsbürger (108), gefolgt von Kolumbianern (12) und Argentiniern (10). Zudem wurden in Zusammenarbeit mit Sicherheitsorganen 81 Übergabeverfahren abgewickelt, von denen 56 paraguayische Staatsbürger betrafen.
An den Grenzkontrollstellen wurden 28 Auslieferungen verzeichnet, darunter 13 Paraguayer nach Argentinien und fünf aus Brasilien, zusätzlich zu argentinischen, brasilianischen, spanischen, peruanischen und bolivianischen Staatsbürgern gemäß den gerichtlichen Anforderungen.
Nationale und internationale Kooperation stärkt Migrationskontrollen
Das Ministerium hebt hervor, dass diese Ergebnisse durch die gemeinsame Arbeit der Erst- und Zweitlinien-Kontrollen sowie die Abstimmung zwischen den Kontrollstellen und der Abteilung für Migrationssteuerung und -überwachung über DADEI–Punto Atenas Paraguay ermöglicht wurden. Dies geschah in Kooperation mit Organisationen wie dem Netzwerk Atenas, dem Dreistaaten-Kommando, INTERPOL und Einwanderungsbehörden verschiedener Länder durch Informationsaustausch und operative Koordination.
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