Santa Rita: Seine Tarotkarten und seine Kristallkugel haben ihn im Stich gelassen. Offenbar reichten die Fähigkeiten eines parapsychologischen Hellsehers nicht aus, um die Schließung seines Geschäftsbetriebs durch die Stadtverwaltung von Santa Rita (Alto Paraná) vorherzusehen.
Diese Situation sorgte in den sozialen Netzwerken für zahlreiche Kommentare und Witze, nachdem die Verwaltung Fotos der Kontrolle auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hatte. Den Beiträgen der Gemeindeverwaltung von Alto Paraná zufolge überprüften die Kontrolleure vor allem Geschäfte im Stadtzentrum, die nicht über die erforderlichen Betriebsgenehmigungen und Unterlagen verfügten.
Der Einsatz, der die meiste Aufmerksamkeit erregte, war die Schließung des Ladens von „Chamán el Taita“ (Schamane Taita). Dieser wirbt in seinen Anzeigen damit, „Hellseher, Mentalist und Spiritist“ zu sein sowie „Befreiungen, Liebeszauber (Amarres) und Geschäfte“ anzubieten. Einige mutmaßten sogar, dass man gezielt gegen das Geschäft vorgegangen sei, da der Großteil der Bevölkerung in Santa Rita evangelisch oder katholisch ist.
In den sozialen Netzwerken nahmen die Nutzer den Wahrsager aufs Korn. Ramona Coronel schrieb: „Und wie soll ich jetzt den Liebeszauber machen, damit er mich liebt?“ Alisson Spohr postete: „Der Zauber wird sich jetzt wohl gegen die Stadtverwaltung richten.“ Es gab jedoch auch Stimmen, die die Maßnahme unterstützten: „Dieser Schamane soll in eine andere Gegend verschwinden“, meinte Margalí C.
Auch an den Kontrollen der Stadtverwaltung und den auf ihrer Seite veröffentlichten Fotos gab es Kritik.
Ana Yeda Moran fragte sich: „Vier Fotos von nur einem einzigen Ort und der Rest??“ Die Stadtverwaltung kündigte an, dass die Kontrollen im Rahmen der Gewerbeaufsicht in verschiedenen Stadtteilen fortgesetzt werden. Um Ärger mit den sanktionierten Gewerbetreibenden zu vermeiden, begleiteten Polizisten die städtischen Prüfer.
Wochenblatt / Extra















