Argentinien schließt Grenzübergang Nanawa-Clorinda und schränkt Grenzverkehr ein

Puerto Elsa: Das Nachbarland hat an der Fußgängerbrücke „La Fraternidad“ eine Eisenstruktur mit Vorhängeschloss angebracht, die den Verkehr außerhalb der freigegebenen Zeiten von 7:00 bis 19:00 Uhr physisch einschränkt. Aus Nanawa wird vor den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahme gewarnt; zudem wird die Forderung bekräftigt, dass der Übergang rund um die Uhr betrieben werden soll.

Die argentinische Nationalgendarmerie (Gendarmería Nacional Argentina) hat an der Fußgängerbrücke La Fraternidad, einer historischen Brücke, die die paraguayische Stadt Nanawa mit dem argentinischen Clorinda verbindet, ein Eisntor mit Vorhängeschloss installiert.

Die einseitige Maßnahme wurde am Nachmittag bzw. Abend umgesetzt und errichtet eine physische Barriere, um den Verkehr am offiziellen Übergang außerhalb der zugelassenen Zeiten – die derzeit zwischen 7:00 und 19:00 Uhr liegen – zu unterbinden.

Die Entscheidung erfolgt inmitten von Forderungen der Anwohner, die seit Monaten eine Wiedereröffnung des Grenzpostens rund um die Uhr fordern, vor allem aufgrund der engen sozialen und wirtschaftlichen Dynamik zwischen beiden Städten.

Der Stadtrat von Nanawa wies darauf hin, dass die zeitlichen Beschränkungen auf Maßnahmen aus der Zeit der COVID-19-Pandemie zurückgehen und dass der Übergang trotz der Aufhebung der Gesundheitsbeschränkungen seinen regulären 24-Stunden-Betrieb nicht wieder aufgenommen hat.

Lokale Behörden warnten davor, dass die Beschränkung negative Folgen für die wirtschaftliche Aktivität und das tägliche Leben derjenigen hat, die geschäftliche, arbeitsbedingte oder familiäre Verbindungen auf beiden Seiten der Grenze unterhalten.

Zudem wurde bezweifelt, dass die physische Schließung den unregulierten Grenzverkehr oder den Schmuggel verringern kann. Ihren Angaben zufolge könnte die Einschränkung des offiziellen Übergangs dazu führen, dass sich ein Teil der Personenströme stattdessen zu unbefugten Übergängen verlagert.

Aus Nanawa waren bereits Berichte über die Beschränkungen angefordert und bei den zuständigen Instanzen die Notwendigkeit vorgebracht worden, den Betrieb des Grenzübergangs rund um die Uhr wiederherzustellen. Die Installation des Tors rückt die Forderung erneut in den Mittelpunkt der Debatte über die Vernetzung zwischen den beiden Grenzorten.

Wochenblatt / Revista Plus

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