Digitaler Kahlschlag im Gehirn: Das passiert, wenn Bildschirme die Eltern ersetzen

Asunción: Die Expertin für frühkindliche Bildung und Magister für Sozialpolitik, Eugenia Peroni, war im Programm von Mario Ferreiro zu Gast und analysierte dort die Auswirkungen der übermäßigen Nutzung elektronischer Geräte und sozialer Netzwerke auf die Entwicklung von Kindern. Während des Gesprächs legte sie besonderen Wert auf die Rolle der Erwachsenen und stellte infrage, dass Eltern während des familiären Zusammenlebens dem Telefon oft mehr Aufmerksamkeit schenken als den Kleinen.

Peroni betonte, dass Kinder immer mehr Zeit vor Bildschirmen verbringen, wies jedoch darauf hin, dass sich das Problem nicht nur auf sie beschränkt. „Was macht der Erwachsene, wenn das Kind neben ihm sitzt? Kümmert er sich um das Kind oder ist er am Telefon?“, fragte sie. In diesem Sinne wies sie darauf hin, dass auch Erwachsene ihre eigenen Gewohnheiten überprüfen müssen, da Minderjährige ihre Fähigkeiten durch Erfahrungen und Bindungen lernen und entwickeln, die sie mit ihrer Umwelt pflegen.

Im Laufe des Dialogs erklärte die Expertin, dass die ersten Lebensjahre grundlegend für die Bildung und Stärkung neuronaler Verbindungen sind. Sie verglich das kindliche Gehirn mit einer Karte voller Wege und erläuterte, dass alltägliche Erfahrungen es ermöglichen, diese Verbindungen zu festigen, die für Fähigkeiten wie Gehen, Kommunizieren, Denken, Planen und Verstehen essenziell sind. Sie warnte davor, dass der Ersatz dieser Interaktionserfahrungen durch Geräte, die nicht auf dieselbe Weise wie eine Person reagieren, die Entwicklung verschiedener Fähigkeiten beeinträchtigen kann.

Schließlich verknüpfte Peroni diese Problematik mit Bildungsherausforderungen und wies darauf hin, dass die Nutzung von Geräten und sozialen Netzwerken Lernprozesse stören kann. Sie bezog sich auch auf die Notwendigkeit, komplexere Fähigkeiten wie Analysieren, Verstehen und Bewerten zu entwickeln, wobei sie Blooms Taxonomie als Instrument zum Verständnis der verschiedenen Lernebenen erwähnte. Die Expertin rief somit dazu auf, die Interaktion zwischen Kindern und Erwachsenen wieder in den Mittelpunkt zu rücken – insbesondere in einer Phase, die als entscheidend für die ganzheitliche Entwicklung gilt.

Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen