Asunción: Der paraguayische Bausektor erlebt derzeit eine Phase hoher Dynamik. Getrieben von privaten Großprojekten, Gewerbe- und Wohnungsbauten sowie öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen befindet sich die Branche nach Aussage von Jorge Méndez, Direktor und Geschäftsführer von Cementos Concepción (Cecon), in ihrer “besten Phase“.
In diesem Marktumfeld nimmt Cecon mit einem Marktanteil von rund 40 % eine Schlüsselrolle ein. Das Unternehmen verfügt über eine Nennkapazität von etwa einer Million Tonnen Zement pro Jahr (ca. 20 Millionen Säcke) und lastet seine Anlagen aktuell zu fast 90 % aus. Der landesweite Zementverbrauch verzeichnet laut Méndez seit 15 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von rund 6 % jährlich.
Eigenversorgung gesichert und Ausbau ab 2029 geplant
Der heimische Gesamtbedarf beläuft sich derzeit auf rund zwei Millionen Tonnen pro Jahr. Diesen können die drei nationalen Zementhersteller nahezu vollständig decken – der Importanteil liegt lediglich bei 4 bis 5 %. Neben Sack- und Losezement hält Cecon zudem einen Anteil von etwa 25 % am Markt für Transportbeton.
Um dem steigenden Bedarf langfristig gerecht zu werden, plant das Unternehmen den Bau einer neuen Zementmühle. Das Projekt soll ab 2029 mit einer Investition von rund 20 Millionen US-Dollar realisiert werden und die Produktionskapazität um 30 % steigern. Cecon repräsentiert ein paraguayisches Gesamtinvestment von rund 350 Millionen US-Dollar, beschäftigt etwa 650 Direktangestellte – davon 90 % aus dem Departement Concepción – und sichert über 2.000 indirekte Arbeitsplätze. Das Unternehmen beliefert bedeutende Großprojekte wie den Ausbau der Nationalstraße Pozo Colorado–Concepción sowie Teilabschnitte der Ruta Bioceánica.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv















