Statistischer Ausnahme-August: Fünf Zwillingsgeburten binnen weniger Wochen

Concepción: Ein äußerst seltene medizinische Koinzidenz hat die Ärzte und das Pflegepersonal des Regionalkrankenhauses in San Pedro de Ycuamandyyú überrascht: Im Laufe des Monats August brachten dort fünf Mütter jeweils Zwillingspaare zur Welt.

Insgesamt erblickten somit zehn Säuglinge – sechs Mädchen und vier Jungen – das Licht der Welt. Das Erfreulichste für das Ärzteteam: Alle Neugeborenen und Mütter sind wohlauf und gesund.

Ein statistischer Ausnahmefall im öffentlichen Gesundheitswesen

Die Mütter stammen aus verschiedenen Ortschaften des Departements San Pedro sowie aus entlegeneren Regionen wie Yby Yaú, Concepción, Amambay, Tacuatí oder San Vicente Pancholo. Auch Angehörige indigener Gemeinschaften gehören zu den betroffenen Familien.

Der ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Alberto Olmedo, zeigte sich im Gespräch überwältigt von dieser Häufung: „Es ist sehr ungewöhnlich, dass wir in ein und demselben Monat eine solche Anzahl verzeichnen. Zwillingsgeburten kommen natürlich vor, aber das sind sporadische Einzelfälle. Normalerweise erleben wir vielleicht eine Zwillingsgeburt pro Jahr – aber fünf in einem einzigen Monat ist extrem selten. Ich würde das direkt dem Zufall zuschreiben.“ Der Mediziner fügte hinzu: „Ich arbeite seit 16 Jahren im öffentlichen Gesundheitssektor und habe so etwas noch nie zuvor gesehen.“

Künstliche Befruchtung ausgeschlossen

Dr. Olmedo stellte klar, dass medizinische Nachhilfen als Ursache für den Zwillingssegen nicht infrage kommen: „Das zieht wirklich Aufmerksamkeit auf sich, weil unsere Patientinnen hier im Landesinneren aus sehr einkommensschwachen Verhältnissen stammen. An eine künstliche Befruchtung zu denken, ist daher unmöglich; das läge völlig außerhalb der finanziellen Reichweite der Menschen.“

Freude und Herausforderung für die Mütter

Die Entbindungen verteilten sich auf verschiedene Tage des Monats, hinterließen bei den Geburtshelfern jedoch stets dieselbe Mischung aus Überraschung, Rührung und großer Freude.

Unter den Müttern befanden sich sowohl Erstgebärende als auch Frauen, die bereits Kinder hatten. „Alle waren überglücklich, obwohl sie natürlich auch einräumten, dass es eine gewisse Herausforderung darstellt, zwei Babys auf einmal zu versorgen und aufzuziehen“, erklärte Dr. Olmedo abschließend. Eine außergewöhnliche Koinzidenz, die den Monat August für die fünf Familien und das gesamte Klinikpersonal zu einem ganz besonderen Kapitel gemacht hat.

Wochenblatt / Cronica

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