Keine unbedeutende Menge: 30 Tonnen Marihuana beschlagnahmt

Puentesiño: Das vom Kommando für Innere Verteidigungsoperationen (CODI) im Nationalpark Paso Bravo beschlagnahmte gepresste Marihuana beläuft sich Schätzungen zufolge, die auch von der Staatsanwaltschaft geteilt werden, auf etwa 30 Tonnen. Die enorme Ladung wurde in 23 unterirdischen Verstecken im Wald entdeckt, in der Nähe einer alten illegalen Landebahn, die früher für den Umschlag von Kokain genutzt wurde.

Das Drogenermittlungsverfahren wurde am vergangenen Freitag (11. September) eingeleitet, als Soldaten des Kommandos für Innere Verteidigungsoperationen (CODI) in einem Sektor des 100.000 Hektar großen Nationalparks Paso Bravo im Einsatz waren – konkret bei den Koordinaten 22° 32′ 04″ S, 57° 11′ 21″ W, 33 Luftkilometer von der Stadt Sargento José Félix López (Puentesiño) im Department Concepción entfernt.

Diese Region des Landes, die theoretisch unter staatlichem Schutz steht, ist in Wirklichkeit seit Jahren eine der wichtigsten Operationsbasen von Drogenhändlern.

Während des bis zum Samstag und Sonntag andauernden Einsatzes entdeckten die Uniformierten 23 Verstecke (unterirdische Depots), in denen schätzungsweise 30 Tonnen gepresstes Marihuana vergraben waren. Das genaue Gewicht soll am heutigen Dienstag am CODI-Stützpunkt im Distrikt Arroyito (ebenfalls im Department Concepción) ermittelt werden. Der Fall wird von dem Staatsanwalt aus Concepción, Pablo René de Jesús Zárate González, geleitet.

Diese im Nationalpark Paso Bravo gefundene Großladung war nur 600 Meter von einer 1.000 Meter langen illegalen Landebahn entfernt verteilt, die bis vor Kurzem für den Umschlag von Kokain aus Bolivien genutzt wurde (Koordinaten: 22° 32′ 07″ S, 57° 11′ 55″ W).

In unserem Land liegt die Rekordbeschlagnahme von gepresstem Marihuana bei 88 Tonnen. Sie erfolgte im Rahmen der Operation „Umbral“ des Nationalsekretariats für Antidrogen (Senad) am 2. Dezember 2025 in der Gemeinde Saltos del Guairá im Department Canindeyú.

Nationalpark Paso Bravo: Basis von Drogenhändlern

Der genannte Nationalpark, der sich über die Gemeinden Puentesiño, San Carlos del Apa und San Lázaro erstreckt, hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Operationsbasis für Drogenhändler entwickelt.

So landete beispielsweise am 6. Februar dieses Jahres ein bolivianisches Drogenflugzeug im Nationalpark Paso Bravo, vermutlich um eine Kokainladung aufzunehmen und nachzutanken. Es wurde anschließend von einer Tucano und einer Super Tucano der paraguayischen Luftwaffe bis in die Region von Capitán Bado im Department Amambay verfolgt.

Allerdings gelang es dem irregulären Flugzeug erneut, unseren Luftraum zu verlassen, da die Kampfflugzeuge der FAP keine Schusserlaubnis hatten.

388 kg Kokain auf der Landebahn beschlagnahmt

Zuvor, am 24. Januar dieses Jahres, war ein bolivianisches Kleinflugzeug, das vermutlich Kokain transportierte, auf einer alten illegalen Landebahn im Nationalpark Paso Bravo abgestürzt (Koordinaten: 22° 28’ 03” S, 57° 18’ 45” W), 14.000 Meter von den nun mit Marihuana gefundenen Verstecken entfernt.

Dieser Vorfall forderte ein Todesopfer: den 29-jährigen Édgar Espinoza Cuevas, der im Nationalen Zentrum für Verbrennungen und Rekonstruktive Chirurgie „Dr. Arnaldo Bendlin“ in Asunción verstarb, dorthin gebracht nach seiner Bergung vom Absturzort.

Praktisch jeden Monat spüren die Polizei oder das CODI Plantagen, Lager und Landebahnen von Marig-Anbauern im Park auf und/oder zerstören diese.

Ein ebenfalls viel beachteter Fall im Nationalpark Paso Bravo datiert vom 14. Juni 2024, als zwei Flugzeuge unter bolivianischer Flagge, beladen mit 876 Kilo Kokain, an einem der Enden einer illegalen Landebahn beschlagnahmt wurden.

Wochenblatt / Abc Color

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen