Asunción: Ein internes Memorandum der Zentralbank von Paraguay (BCP) vom Juni 2026 offenbart schwerwiegende Mängel bei der Ueno Bank (Grupo Vázquez), die rund 850 Millionen US-Dollar an öffentlichen Geldern und Rentenfonds (IPS) verwahrt.
Haupterkenntnisse der BCP-Untersuchung:
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Solvenzdefizit droht: Ueno Bank wies Investitionen von ca. 146 Millionen US-Dollar in verbundenen Verarbeitungsunternehmen (Red Digital / Redipro) nicht regulatorisch korrekt als Abzug vom Kernkapital aus. Bei regelkonformer Anrechnung gerät das Kreditinstitut in ein Sicherheits- und Eigenkapitaldefizit (Unterschreitung der gesetzlichen Mindestquote von 8 %).
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Hohe Verflechtung mit Eigeninteressen (Verbundene Unternehmen): Auffällig hohe Anteile an Erträgen (61 %) und Forderungen (bis zu 52 %) stammen aus Transaktionen mit Firmen, die der eigenen Unternehmensgruppe nahestehen.
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Mangelnde Aufsicht nach Fusion: Zwei Jahre nach der Genehmigung der Fusion mit der Visión Banco fehlte der gesetzlich geforderte Fortschritts- und Kontrollbericht der Bankenaufsicht (SIB) an das BCP-Direktorium.
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Unzulässige Kreditvergaben & Umgehung von Obergrenzen: Frühere und aktuelle Berichte zeigen, dass etwa 146 Millionen US-Dollar (35 % des effektiven Eigenkapitals der Bank – erlaubt sind max. 20 %) ohne ausreichende Sicherheiten an Strohmann-Gesellschaften (ehemalige Angestellte/Direktoren) vergeben wurden, um Liquiditätslöcher im Konzern zu stopfen.
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Vorwurf der Informationsunterdrückung: Die BCP (unter Leitung des ehemaligen Ueno-Chef Carlos Carvallo) steht in der Kritik, diese Warnungen und Prüfberichte gegenüber dem paraguayischen Senat verschwiegen zu haben.
- Wochenblatt / Abc Color











