Asunción: Die Aromen Paraguays erobern Südamerika: Beim internationalen Gastronomie-Turnier InterIGI 2026 haben paraguayische Nachwuchstalente bewiesen, dass traditionelle Zutaten wie Mandioka, Queso Paraguay, Surubí und Yerba Mate auf höchstem internationalem Niveau begeistern können. Mit einem spektakulären Gesamtsieg in der Kategorie Gastronomie und einem hervorragenden dritten Platz in der Konditorei feiert das Land seine kulinarische Identität.
Der Geschmack des Sieges: Zwei Podestplätze für Paraguay
Unter dem inspirierenden Motto „Esencia Guaraní“ wurde Paraguay in diesem Jahr zum Schauplatz des großen InterIGI-Finales. Über 100 herausragende Schülerinnen und Schüler des Instituto Gastronómico Internacional (IGI) aus sechs Ländern – darunter Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Paraguay und Uruguay – traten gegeneinander an.
Am Ende gab es für die paraguayische Gastronomie-Szene gleich doppelten Grund zum Jubeln:
1. Platz (Gastronomie): Andrea Pereira Rojas von der Filiale IGI San Lorenzo sicherte sich mit einer meisterhaften Interpretation regionaler Zutaten den begehrten Titel.
3. Platz (Pastelería / Konditorei): Gabriela Rolón Rubira von der Filiale IGI Asunción erkämpfite sich einen verdienten Platz auf dem Podium.
Die Herausforderung: Höchste Präsision in nur zwei Stunden
Das Finale am 30. Oktober 2026 in der Filiale IGI San Lorenzo verlangte den Teilnehmern alles ab. Innerhalb von nur zwei Stunden mussten sie unter extremem Zeitdruck zwei identische Teller kreieren und präsentieren. Neben perfektem Geschmack und ansprechender Ästhetik bewertete die Fachjury auch Küchenorganisation, Hygiene, Garzeiten und handwerkliche Präzision.
Die Aufgabenstellungen hatten es in sich und stellten die Reinterpretation traditioneller Produkte in den Mittelpunkt:
Kategorie Gastronomie: Hauptzutat war der einheimische Flussfisch Surubí, kombiniert mit zwei Beilagen und einer heißen Soße. Die Pflicht: Mindestens zwei regionale Produkte wie Mandioka, Maismehl, Queso Paraguay oder Yerba Mate mussten verarbeitet werden.
Kategorie Pastelería: Die Aufgabe bestand in der Herstellung feiner Petit Fours, die mindestens zwei heimische Zutaten wie Erdbeeren, Rohrsirup (Miel de Caña), braunen Zucker, Mandiokastärke, Zitrusfrüchte, Erdnüsse oder Papaya enthalten mussten.
Prominente Jury und Straßenfest für die Kulinarik
Die Bewertung übernahm eine hochkarätig besetzte Jury aus internationalen und lokalen Spitzenköchen sowie Experten:
Isabel Vermal (Konditoren-Legende und Star des Senders elGourmet)
Luis Paredes (Chefkoch des Táva Comedor, ausgezeichnet in den 50 Best Discovery 2026)
Giannina Alfieri, Vidal Domínguez und Eduardo Báez (El Omnívoro)
Nach dem Wettbewerb wurde die Feierlichkeit in den öffentlichen Raum getragen: Am 31. Oktober gab Isabel Vermal eine begeisternde Live-Kochshow auf der Explanada des Panteón de los Héroes mitten im Herzen Asuncións. Die feierliche Gala-Gala im Salón Villa Jardín in Luque schloss das Festival ab.
Übersicht: Die Gewinner des InterIGI 2026
| Kategorie | Platz | Name | Filiale / Land |
| Gastronomie | 1.º | Andrea Pereira Rojas | IGI San Lorenzo (Paraguay) |
| Gastronomie | 2.º | Juan Carlos Ortiz González | Chile |
| Gastronomie | 3.º | Juan Cruz Tabaré Kaestner Bihurret | San Miguel (Argentinien) |
| Pastelería | 1.º | Camila Valentina Martínez | Berazategui (Argentinien) |
| Pastelería | 2.º | Lucas Rodrigo Wendler | San Fernando (Argentinien) |
| Pastelería | 3.º | Gabriela Rolón Rubira | IGI Asunción (Paraguay) |
Ein Versprechen für die Zukunft
Der Erfolg bei InterIGI 2026 unterstreicht den Aufstieg der paraguayischen Gastronomie. Andrea Pereira Rojas und Gabriela Rolón Rubira haben gezeigt, dass die kulinarischen Wurzeln Paraguays voller Poesie, Tiefe und Relevanz für die moderne internationale Küche stecken. Eine neue Generation von Köchinnen und Köchen steht bereit, die Identität und die Geschmäcker des Landes weit über die Grenzen hinaus bekannt zu machen.
Wochenblatt / IGI















