Totenruhe durch Volksvertreter gefährdet

Carapeguá: Einwohner des Ortsteils Pacheco kamen gestern zur Stadtverwaltung um ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen, da der Parlasur Senador Herminio Cáceres (ANR), Ansprüche auf das Gelände des Friedhofes stellt. Sie baten darum, dass dieser die Toten in Frieden ruhen lässt.

Der vom Volk gewählter Mercosur Parlamentarier möchte von der Stadt eine monatliche Summe von 1,86 Millionen Guaranies kassieren, damit er als mutmaßlicher Besitzer, diesen der Stadt zur Verfügung stellt. Auf den Vorschlag des liberalen Stadtratsmitgliedes Celso Mendoza wurde der Friedhof kurzerhand als kulturell wichtig deklariert. Außerdem bitten sie offiziell den aus Carapeguá stammenden Politiker darum den Friedhof der Stadt zu stiften, ohne Gebühren dafür einzufordern. Falls dieser daruf nicht eingeht werde geprüft welche rechtlichen Mittel noch zur Verfügung stehen, damit keine Zahlung bzw. Enteignung zustande kommt.

Die Einwohner des besagten Ortsteiles warnten die Stadträte davor diese mutmaßliche „Geschäft“ des Kaufs nicht zu unterstützen. „Anscheinend tauchte der Titel zu Gunsten von Cáceres nur auf, damit dieser die Stadtverwaltung um 200 Millionen Guaranies erleichtern kann“, erklärte der Nachbar Nemesio Brítez.

Der Friedhof umfasst eine Fläche von 2.443 m². Falls Kauf oder Pacht nicht möglich ist soll die Stadt ein anderes Grundstück kaufen und die Gräber umsiedeln. Da dies für die Anwohner keinesfalls in Frage kommt, sie jedoch auch das Geschäft nicht unterstützen wollen, kamen sie zum Rathaus um zu protestieren.

Seit 2001 zahlte Cáceres jährlich 200.000 Guaranies als Grundsteuer für ein Grundstück von 82 Hektar mit der Finca N° 1.564 sowie Padron N° 1.585. Im Katasteramt jedoch hat einen Eintrag unter dem Namen Cáceres aus dem Jahr 1970, wo 84 Hektar unter der Finca N° 1.555 mit der Padron N° 2.585 eingeschrieben sind. In der Kopie des Titels, den er dem Rathaus präsentierte, steht geschrieben, dass er das Grundstück im Jahr 1987 bei einer Versteigerung erstanden hat und es zuvor der Banco Do Estado de Sao Paulo S.A. (Banespa) gehörte.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “Totenruhe durch Volksvertreter gefährdet

  1. GEORG FROEHLICH

    jetzt will man schon mit Toten Geschaefte machen.

    Was fuer eine koruppte Welt. Hier zaehlt nur noch das Geld.

  2. Also, das ist ja die Hoehe !

    Wie ohne Scham, kann so eine Type eigentlich noch sein ???

    Macht einen Aufstand wegen, 2400 QuadratMETERN….

    DEr soll das Grundstueck, falls ueberhaupt Eigentuemer….gratis der Gemeinde stiften …und Punkt !

    DEr FRiedhof ist ja wohl schon lange dort !