Shoppingcenter gegen Volksvertreter

Asunción: Das bekannte Shoppingcenter Mariscal López, welches Aldo Zucollilo gehört, entschloss sich ebenso wie zahlreiche Geschäfte und Kinos den Senatoren keinen Zutritt mehr zu gewähren, die gegen die staatsanwaltliche Untersuchung von Víctor Bogado stimmten. Diese 23 Personen, die dank interner Wahllisten zu ihrem gut bezahlten Posten kamen, sind derweil ungewollt in der Bevölkerung. Ob diese Maßnahmen Wirkung zeigen auf zukünftige Abstimmungen bleibt jedoch zu bezweifeln, Immunität sei dank.

„Das Einkaufszentrum behält sich das Recht vor, die Senatoren auszuweisen, die gegen die juristische Untersuchung von Víctor Bogado stimmten“, meldete der Twitter Account der Shoppings. Bogado verschaffte seinem Kindermädchen doppelte Bezüge auf Staatskosten unter Einflussnahme, was gesetzlich verboten ist.

„Für den Fall, dass besagte Volksvertreter sich dem Lokal in Villa Morra nähern, werden sie eingeladen den Ort zu verlassen“, lautet die Anweisung an die Ordnungskräfte.

Diverse Restaurants, Bars, Hotels und Eisdielen, die des Öfteren von denen besucht werden entschlossen sich seit dem gestrigen Abend eine Initiative zu starten, womit sie Farbe bekennen.

Welches Interesse bei Zucollilos Einkaufszentrum dahintersteckt, der normalerweise die Partei des besagten Volksvertreters unterstützt, ist schwer auszumachen. Ebenso ist unklar, wie lang dieser Zustand anhält.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Shoppingcenter gegen Volksvertreter

  1. Deutsher Politiker

    Lieber Asuncioner,

    ich schrieb…“die Restaurants BEVORZUGEN“…nicht nur noch diese aufzusuchen.

    Und selbstverständlich lasse ich mir von korrupten Kollegen nicht vorschreiben, wo ich zu essen habe.
    Und wie Loriot schon sagte, lasse ich mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wo ich hinzusehen habe.

    Also hoffe ich trotzdem, dass wir uns alle in Restaurants treffen, in denen die Senatoren nicht bedient werden.
    Zum Beispiel am nächsten Sonntag zum Grillen in Caacupe.

  2. Was hier geschieht ist es was in „Politische Ponerologie“ schon in den 80er vorgeschlagen wurde, bedient sie nicht mehr, beachtet sie ganz einfach nicht mehr… Sehr interessant das dies nun in Paraguay umgesetzt wird, warte schon lange darauf das dies geschieht und zwar weltweit. Ansonsten ist es um die Zukunft der Menschheit uebel bestellt.