Gewalttätige Auseinandersetzungen wegen Einsatz von Glyphosat

Curuguaty: Vor über einer Woche bahnte sich das Problem an, was heute zu drei Verletzten führte, darunter zwei Bauern und ein Polizist. Der Eigentümer einer Sojaparzelle, die mit Herbizid (Glyphosat) besprüht werden sollte, erfuhr Resistenz durch rund 250 Bauern der Nationalen Bauern-Föderation. Aus diesem Grund beantragte der Eigentümer Polizeischutz, der ihm jedoch nicht wirklich weiter half.

Die Polizei nahm fünf gewaltsam protestierende Demonstranten fest und beförderte sie mit einem Fahrzeug zur nächstgelegenen Dienststelle. Auf dem Weg dahin wurde ihnen der Weg mit Baumstämmen blockiert und rund 25 weitere Bauern sprangen auf die Straße und forderten ihre Freilassung. Bei der Auseinandersetzung von Gewalt und Gegengewalt wurde ein Uniformierter und zwei Bauern verletzt.

Die Polizisten erklärten in einen Hinterhalt geraten zu sein, wo sie mit Knüppeln bedroht wurden als sie sich nicht dazu bereiterklärten, die Gefangenen zu befreien. Daraufhin hätten sie sich mit dem verteidigt was ihnen zur Verfügung stand und gaben Warnschüsse ab.

Der Bauernführer Tomás Castillo wiederum erklärte, dass sie sich nur dem Polizeifahrzeug näherten, um mit den Uniformierten zu reden. Diese jedoch hätte direkt begonnen zu schießen und dabei zwei seiner Kollegen verletzt. Beide wurden in Privatfahrzeugen nach San Estanislao gebracht. Der Polizist trat die Verlegung ins Polizeikrankenhaus in einem Krankenwagen an.

(Wochenblatt / Última Hora)

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5 Kommentare zu “Gewalttätige Auseinandersetzungen wegen Einsatz von Glyphosat

  1. Glyphosat! Werft diesen Dreck von Monsanto und Syngenta (Mariano Roque Alonso) aus Paraguay.
    Die Bevölkerung will diesen GVO-Dreck nicht essen und auch nicht die Versuchskaninchen Europas sein.
    Albert Einstein hat nicht gewürfelt.
    Mag sein, dass unser Verdauungsapparat den Dreck verdaut. Ob GVO schädlich ist vermochten jedoch bis heute auch die GVO-befürwortenden „Wissenschaftler“ nicht zu beweisen.

    1. Scherzkeks!
      Wer soll denn den „Dreck“ (der es zweifelsfrei ist) aus dem Land werfen? Dann fang doch gleich mal bei Eurem Präsidenten an, wo er doch Garant gegenüber den USA und somit dem eigentlichen Weltbeherrscher Monsato in Bezug auf deren ungestörten und ach so segensreichen Wirkens ist. Auch oder gerade Paraguay ist längst eingesackt, unter Kuratel und wirtschaftlich total abhängig von der elenden ….. ach, wenn’s doch nur Dreck wäre!

      Und wer soll hier noch Versuchskaninchen sein und wozu? Wer nicht gerade mit einem Brett vor dem Kopf rumläuft, weiß längst, was der Giftcocktail Roundup mit Hauptbestandteil Glyphosat alles anrichtet – ja, auch die Hersteller und deren so genannte Wissenschaftler. Aber die halten ihre „Erkenntnisse“ gut unter Verschluss und tun alles, damit gegenteilige Gutachten unabhängiger Wissenschaftler nur sehr schwer in die Öffentlichkeit kommen. Trotzdem diese Gen- und Giftkonzerne immer martialischer werden in ihren Diffamierungs- und Unterdrückungsmethoden, was Kritik, Aufklärung und Widerstand betrifft, so ist es noch möglich – so man will – sich auch hierüber schlau zu machen.

      Mir ist schon klar, dass – wie gehabt – auch hier bei den Kommentaren genügend Wortmeldungen auftauchen werden von Leuten mit Busch-Diplom für Ackerbau und Viehzucht, die sich in ihrer moralischen Komfortzone gestört fühlen werden und Krankheit, Verunstaltung bis hin zum Tod von Mitmenschen und Tieren mit eigenwirtschaftlichen Argumenten vom Tisch fegen und somit tolerieren.

      1. Gut gesprochen Diri.
        Kopf hoch und weitermachen. Informieren und andere informieren – wichtige Erkenntnisse immer wieder weiter geben.

        http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/f-william-engdahl/gensoja-von-monsanto-bringt-saeugling-in-argentinien-um.html

        http://www.politaia.org/umwelt-und-gesundheit/monsanto-missbildungen-durch-glyphosat-vom-bfr-ignoriert/

        http://www.politaia.org/umwelt-und-gesundheit/gift-im-essen-glyphosat-das-taegliche-gift-zdfzoom-13-11-2013/

        Das Problem Monsanto ua wird sich in wenigen Jahren ohnehin von selbst erledigen. Die Böden werden ausgelaugt und vergiftet sein, das Trinkwasser ist schon heute dort weitgehend vergiftet und die monsantohörigen Gierhälse werden unter der Last ihrer Überverschuldung zusammenbrechen. Schon jetzt steigt unter dieser fehlgeleiteten peergroup die Selbstmordrate wie es in Indien schon länger zu sehen ist.

        Die Habgier frisst ihre Kinder … und das sollte irgendwann sicher auch auf Fälle wie Bogado und andere zutreffen.

  2. Paraguay muss sich jetzt entscheiden, ob man sich für diesen Gendreck missbrauchen lässt, oder ob man in eine neue und nachhaltige Zukunft streben möchte. Wer an Monsanto und Co glaubt, wird sterben, nur wer endlich begreift, dass man Gift nicht fressen kann, der hat etwas begriffen! Im Gegenteil sollte Paraguay seine alten landwirtschaftlichen Erkenntnisse anwenden, Terra Preta, alternative Treibstoffe, Mischlandwirtschaft, alles vorhandene Techniken, aber man glaubt ja lieber den Konsumterroristen aus Amerika?

  3. der Artikel zu dem unten angegebenen Link sollte den Gutmenschen, die für den Einsatz des Militärs in der Region waren und sind, zu denken geben. Nicht die EPP sondern die Erhaltung der Pfründe der Elite sind das klar erkennbare Ziel dieser Militäraktion..
    http://amerika21.de/2013/11/93620/militaer-paraguay

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