Hauptstadt will wachsen

Asunción: Ein ehrgeiziges Projekt der territorialen Ausbreitung verfolgt der Bürgermeister der Stadt, Arnaldo Samaniego. Der noch in den Kinderschuhen steckende Plan sieht vor mehr als 28.000 ha Land auf der anderen Seite des Rio Paraguay einzugemeinden. Die betroffenen Städte sind Benjamín Aceval, José Falcón, Villa Hayes und Nanawa, alle im Chaco liegend.

Diese Annektierung kann jedoch nur mit einem Gesetz legal werden, was den paraguayischen Kongress durchlaufen muss. Der Großteil der gewollten Fläche ist oder war kürzlich überschwemmt, weswegen in dem Zusammenhang die Unternehmer und Mitglieder des Projektteams José Pappalardo und Teófilo Zaldívar in Betracht ziehen eine Mauer zu errichten oder entlang des Ufers Erde aufzuschütten. Mit einer internationalen Ausschreibung sollen dann Urbanisierungsprojekte umgesetzt werden.

Die Idee von der Ausbreitung Asuncións in den Chaco ist nicht neu und dazu noch kontrovers. Vorherige Ankündigungen wurden ständig ohne die zuständigen Stadtverwaltungen gemacht, was permanente Kritik mit sich brachte. Da auch am anderen Ufer des Flusses sich einige Unternehmen ansiedelten und es in der Hauptstadt langsam eng wird, könnte die Expansion einem wirtschaftlichen Wachstum gerade recht kommen. Des Weiteren würden Grundsteuern für die 28.167 ha in die Stadtkasse von Asunción fließen.

(Wochenblatt / Abc)

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3 Kommentare zu “Hauptstadt will wachsen

  1. Vollkommener Schwachsinn. Die Chaco I Territorien dienen momentan noch als Überflutungsbecken und somit bei Überschwemmungen zur Entlastung der tieferliegenden Zonen Asuncions. Sollte man dort nun auch noch Dämme errichten, den Rio weiter einzwängen um Neuland für eine Erweiterung des Stadtgebietes zu erhalten, so wäre dies absolut kontraproduktiv.

  2. als kleiner Nebeneffekt würde sich durch das Einzwängen des Rio Paraguay die Fließgeschwindigkeit erhöhen, und somit wäre der ganze Dreck von Asuncion schneller weg…..und man bräuchte auch keine Kanalisation