Teures Vergnügen

Asunción: Während die Befürworter der Staatsanleihen nur den schnellen Erhalt von 1 Milliarde US-Dollar sehen und bewerben hat dieser Kredit auch eine teure Schattenseite. Mit dem Zinssatz von 6,1% muss der paraguayische Staat allein 61 Millionen US-Dollar jährlich an Zinsen aufbringen und das für die nächsten 30 Jahre. Demnach entstehen aus der Leihgabe eine Rückzahlung von 1,83 Milliarden US-Dollar an Zinsen und summiert mit der Kreditsumme 2,83 Milliarden US-Dollar.

Der Wirtschaftsexperte César Paredes erklärt, dass die Summe von 1 Milliarde US-Dollar derzeit 4% des Bruttoinlandsprodukts bedeuten während in 2044, so wird angenommen, es nur noch 1,6% desselben sind und somit wenigen schwer zurückzuzahlen ist.

Die Verteilung der Summe ab der nächsten Woche soll wie folgt vonstatten gehen: Ministerium für öffentliche Bauten 350 Millionen US-Dollar, das nationale Wohnungsbausekretariat (Senavitat) 100 Millionen US-Dollar, die nationale Zementindustrie (INC) 67 Millionen US-Dollar, das Landwirtschaftsministerium (MAG) 50 Millionen US-Dollar und die staatliche Energieadministration (Ande) 100 Millionen US-Dollar.

Nach wie vor ist Paraguay das Land Südamerikas welches am wenigsten Staatsverschuldung hat. Die derzeitigen Zinszahlungen sind zudem für die kommenden Jahreshaushalte nicht gefährlich. Jedoch könnten weitere Emissionen von Staatsanleihen das nicht ganz so solide Konstrukt ins wanken bringen. Brasilien ist das höchst verschuldete Land des Kontinents.

(Wochenblatt / La Nación)

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3 Kommentare zu “Teures Vergnügen

  1. Woher soll denn das Geld für die Zinsen stammen? Das existiert gar nicht in der von der FED aus dem nichts und für Zinsen verliehenen Geldmenge. Folglich muß für die Zinsen wieder ein Kredit aufgenommen werden usw. usw.
    Das ist ein Schneeballsystem. Das größte Betrugssystem aller Zeiten.

    Etwas zum Nachdenken: Bei wem sind alle Staaten verschuldet???

    1. „Etwas zum Nachdenken: Bei wem sind alle Staaten verschuldet???“

      Die Staaten sind in erster Linie bei ihren Bürgern verschuldet. Genauer gesagt bei ihren Banken (Spareinlagen), bei den Versicherungen (Lebensversicherungen, Zukunftsvorsorge etc) und bei Fonds (Pensionsfonds).

      Das bedeutet, daß bei einem Ausfall des Staates (=Staatsbankrott) sowohl die Bankguthaben weg sind, als auch die private Pensionsvorsorge sowie die Lebensversicherungen.

      Dies ist die Grundlage des modernen sozialistischen Staates mit seinem sozialen Netz.
      Es wird in allererster Linie von den Sparguthaben seiner Bürger getragen (Anmerkung: Da die Paraguayer nichts sparen, gibt es in Paraguay auch kaum einen Sozialstaat), welche in der Illusion von Wohlstand leben, welche sie von ihren Sparbüchern, Lebensversicherungen und auch Immobilienwerten ableiten.

      Dies ist jedoch leider nur eine Illusion, da die Lebensversicherungen nicht ausgezahlt werden können in der Masse (es wird schon ausgezahlt, aber nur solange die Neueinlagen die Auflösungen übersteigen – wehe, wehe, wenn die Boomergeneration en gros Auszahlung fordern würde!), genauso wenig wie die Banken ihre Sparkunden auszahlen könnten (Stichwort „Bank run“) oder eben die Fonds sofort umfallen, wenn mehr als 10% ihr Geld wollen.

      Staatsanleihen werden niemals zurückgezahlt – sie werden umgewälzt. Gezahlt werden nur die Zinsen bei gleichzeitig stetig steigender Verschuldung und Zwang zum Wachstum.

      Der Fluch unseres Geldsystems – witziger Weise sind diejenigen, welche das alles tragen; also Herr Kunz und Frau Schmidt, gleichzeitig die größten Fürsprecher und würden eher jemanden töten, als eine Änderung des Systems zu akzeptieren.
      Zu groß wäre die Ent-täuschung würden sie mit dem wahren Wert ihrer Papiervermögen/Rentenansprüche konfrontiert.

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