Die Nationale Tourismusbehörde (Senatur) hat am vergangenen Freitag die Schließung eines Reisebüros angeordnet, mehrere Kunden beschwerten sich über gravierende Mängel bei den Dienstleistungen.
Grundlage für die Anwendung der Höchststrafe beim Tourismusveranstalter Conexión Travel ist die Resolution Nr. 59 vom 16. Juni, kleinere Verstöße hätten auch mit einer Geldbuße geahndet werden können.
Mehrere Beschwerden von Kunden gingen bei der Senatur ein, sagte Tourismusministerin Marcela Bacigalupo. Ein Kunde buchte eine Hochzeitsreise nach San Andres, Kolumbien, für über 12 Millionen Guaranies, die Buchung wurde von der Inhaberin des Reisebüros abgesagt, aber das Geld nicht zurück bezahlt, auch nicht nach mehreren Reklamationen.
Eine andere betroffenen Person berichtete über einen ähnlichen Vorfall, dabei bezahlte diese mehr als 31 Millionen Guaranies in bar für fünf Reisende nach Cancún, Mexiko, die Reise wurde jedoch auch nicht durchgeführt und das Geld blieb bei der Agentur. Nachforschungen des Klienten seinerseits ergaben aber, dass die die Tickets gekauft waren, aber wahrscheinlich woanders hin gingen.
Das Reisebüro erhielt eine förmliche Anweisung von Senatur über die Schließung, ebenfalls solle man sich zu den Vorwürfen schriftlich äußern. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft berichtete weiter, dass sich die Agentur weigere, irgendwelche Erklärungen abzugeben. Das Strafverfahren geht nun seinen offiziellen Weg, bis Prozessbeginn ist eine dauerhafte Schließung des Reiseveranstalters angeordnet, man prüfe, ob es noch weitere Geschädigte gibt.
Quelle: ABC Color









