Viel oder wenig?

Manche Dinge kann man aus zweierlei Winkeln betrachten. Die einen sagen, es wäre viel, die anderen aber meinen es wäre wenig. So ähnlichen lassen sich die Leistungen beim Straßenbau beschreiben.

Die Infrastruktur in Paraguay war schon immer prekär und wurde lange Zeit vernachlässigt. Nun aber geht es voran und dies honorieren auch viele der im Land lebenden Bevölkerung.

Das nationale Straßennetz von Paraguay, wohlgemerkt asphaltierte Wege, hatte im August 2013 eine Gesamtlänge von 5.474 Kilometern. Aktuell sind es 5.930 Kilometer. Durchschnittlich wurden also in den drei vergangenen Jahre 152 Kilometer Asphaltstraßen neu gebaut. Um 13% wuchs das Straßennetz an. Ob dies nun ausreichend ist sei dahingestellt. Jeder Kilometer kostete rund 800.000 USD.

Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) erklärte, die Investitionen seien 14 Mal mehr als unter den Regierungen von Fernando Lugo und Frederico Franco. Von August 2013 bis zu dem jetzigen Monat 2016 zahlte das MOPB 1,460 Milliarden US Dollar an Bauunternehmen aus. Das sind jährlich rund 480 Millionen USD, frühere Regierungen kamen nur auf 178 Millionen USD.

Vor der Amtsübernahme von Cartes gab es einen Anstieg im Straßennetz um 8%, bis zum Ende der Regierungszeit des derzeitigen Präsidenten werden es 13% sein. Im Augenblick gibt es 279 Bau- und Beraterverträge vom MOPC mit einem Volumen in Höhe von 1,5 Milliarden US Dollar.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentar zu “Viel oder wenig?

  1. Cartes als Geschaeftsmann weiss dass Infrastrukturprojekte von hoher Wichtigkeit fuer die wirtschaftliche Entwicklung sind und laesst soviel wie nie zuvor Strassen bauen.
    Teils werden Jahrzehntealte Projekte wiederbelebt, damit diese endlich realisiert werden, weil die Vorgaengerregierungen zu mutlos waren bzw. die Kohle lieber in die eigene Tasche befoerderten.

    Trotzdem muss dass alles viel effektiver werden, wenn ein Bauprojekt ausgeschrieben wird, sollten alle Grundstuecke bereits verfuegbar sein, und nicht erst danach sind Verhandlungen fuehren.
    Dieses unangenehme Thema wird oft aus dem Weg gegangen.
    Ausserdem werden gerne gewisse Pflichten der Konstruktionsfirma auferlegt, die eigentlich das MOPC oder andere Institutionen machen sollten (z.b. ein Kommunikationsplan).
    Ich als Beschaeftiger im MOPC (jedoch nicht im Strassenbau) sehe noch verdammt viel Verbesserungsbedarf.