Ohne Fleiß kein Preis

Wer es zu etwas bringen will muss arbeiten, auch in Paraguay oder woanders in der Welt. Der landwirtschaftliche Zweig bietet sich immer an. Manchmal wird auch aus einem Hobby eine Einnahmequelle. Ein Deutschstämmiger hat anscheinend eine Möglichkeit gefunden.

Udo Leyh verbrachte mit seiner Frau einige Zeit in Deutschland. Nun ist er schon vor Längerem zurückgekehrt und wohnt in seinem Elternhaus. Es befindet sich in der Kolonie Sudetia, kurz vor Paso Yobai, Departement Guairá. Während andere sich von dem Goldfieber anstecken ließen entschied er sich für einen Zweig in der Landwirtschaft, der immer mehr am Kommen ist, das Gemüse.

„Mittlerweile baue ich auf ca. 3.000 m² Gemüse an. Blumenkohl, Broccoli, Kraut, Salat, Knoblauch und noch weitere Sorten. Auch Erdbeeren wurden gepflanzt“, sagte Leyh.

Er pflegt die Anbaufläche meistens alleine, vor allem das Gießen war in den vergangenen Wochen seine Hauptbeschäftigung. „Alle Pflanzen wurden von Hand gegossen, ein Bewässerungssystem ist erst in Planung. Des Weiteren wird in der Zukunft ein Gewächshaus entstehen“, erklärte Leyh.

Mittlerweile hat es sich in der Gegend herumgesprochen, dass es frisches Gemüse direkt ab Hof gibt. Aus der Kolonie Nansen sowie Paso Yobai kommen die Leute. Ein Vorteil, der Hof liegt direkt an der Hauptstraße.

„Ich verkaufe aber das Gemüse auch selber in Paso Yobai oder anderen kleinen Läden in der Gegend. Zuerst war es nur ein Hobby aber dies ist es nur noch bedingt. Die Idee reifte, als ich feststellte, dass wir als Familie mit meinen Eltern Gemüse für eine Million Guaranies im Monat verbrauchten. Jetzt versorge ich uns und andere. Nebenbei kommt noch Geld herein“, erklärte Leyh.

Vor allem “exotisches“ Gemüse kommt bei den Deutschen an, wie Zucchini, Broccoli und Blumenkohl. Ein laufender Familienbetrieb ohne Zuschüsse vom Landwirtschaftsministerium.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Ohne Fleiß kein Preis

  1. Gefällt mir ausgesprochen gut was der Herr Ley da macht und vor allem seine Einstellung.

    „Ohne Fleiß kein Preis“ passt nicht dazu da das eher Profit als Hauptziel suggeriert. Außerdem ist der Spruch nicht mehr zeitgemäß. In unserer völlig verrückten Welt geht das so: „Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.“ John D. Rockefeller

  2. Ich finde es toll dass mal jemand eine Idee hatte und die auch umzusetzen vermochte. Faulenzer gibt es eh genug,
    Ausserdem ist diese Geschaeftsidee mit Sicherheit auch rentabel. Ich druecke alle Daumen lieber Herr Ley.
    Und immer daran denken: Neid ist die deutsche Form der Anerkennung.
    Gruss Franz Josef

  3. Meine Mutter hat in ihrer Huerta auch versucht Gemuese fuer den Eigengebrauch anzupflanzen, aber da gibt es Schaedlinge, die das Gemuese befallen.

    Kennt jemand passende Insektizide und wie man diese anwendet?
    Im Dorf (zwischen Yuty und Caazapa) sucht sie nicht unbedingt den Rat der Bevoelkerung, da diese haeufig irgendein Zeug erzaehlen und diese auch Ahnungslosigkeit unterstellt.

    Ich hab vom Gemueseanbau leider keine Ahnung.

    1. Sehe Dir mal das Feld an, hier wurde gemischt angebaut. Knoblauch,Zwiebel z.B Kohlfliege Möhren die Fliege ab.
      Auch anderes Viehzeug mag das nicht.Das sieht man deutlich auf den Bild.Auch bestimmt Jauchearten kann man einsetzen wenn man mit der Kanne unterwegs ist.D in weit verbreitet,Brenneljauche stinkt wier Bock,Dünger und Schädlingsvertreiber.Probiersmal vielleicht geht es auch ohne Chemiekeule.

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