Da bleibt einem die Spucke weg

Asunción: Rund 3.000 Bauern kommen nach Asuncion, um einen Schuldenerlass von 34 Millionen US-Dollar zu erwirken. Die Regierung macht daraus 3,2 Milliarden US-Dollar und lehnt ab weil es zu teuer ist.

Irgend etwas lief aus dem Ruder! Rund 3.000 Bauern kamen vor einem Monat nach Asuncion, um einen Schuldenschnitt zu erwirken, der die Regierung 34 Millionen US-Dollar gekostet hätte. Davon profitiert hätten 16.852 Campesinos oder Bauern.

Das von der Frente Guasu eingereichte Gesetzesprojekt zur finanziellen Rehabilitierung von Bauern war viel mehr als verlangt. Etwa 11 Millionen Guaranies oder 2.000 US-Dollar verlangten die Bauern, um aus der Schuldenfalle zu gelangen, in die sie nur durch die Regierung gelangten. Angeboten wurden großzügige 51 Millionen Guaranies pro Kopf. Diese Anzahl mal 17.000 multipliziert ergibt 157 Millionen US-Dollar, was schon wieder fünfmal mehr ist als verlangt. Die Cartes Regierung macht daraus sogar unfassbare 3,2 Milliarden US-Dollar und spricht von einem Viertel des Staatshaushaltes, was eindeutig zu viel wäre.

Wochenblatt

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6 Kommentare zu “Da bleibt einem die Spucke weg

  1. Die 3,2 Miliarden sind schon korrekt wenn die früheren Zahlen stimmen das es 200 000 Campesinos Schuldner gibt mit einem Schulden
    Durchschnitt von 10 000US Dollar… dazu müsste Paraguay Geld aufnehmen und Verzinsen.
    Und dieses Verfahren wird Schule machen…

  2. Auch paraguayische Nicht-Campesinos wollen wenn dieses Gesetz durchkommt, sich als „Campesinos“ outen 😉 😉

  3. Für mich ist das eine Frechheit . Profileren tun sich sowieso nur Anführer was auch nur arbeits Scheue Schmarotzer sind !

  4. Ich bin kein Campesino und habe keine Schulden! Wie komme ich auch zu diesem Geld? Was habe ich falsch gemacht?
    Ich will dieses Geld, sonst marschiere ich morgen mit dem Auto ins Zentrum und werde dort sehr wuetend, und verunstalte alte Autos die wegen mir im Stau stehen…… lol

  5. Ja der Staat bauscht die Zahlen auf, stimmt. Und er verschweigt auch, dass zum Beispiel den Sojeros! und den Transportunternehmen auch Schulden erlassen wurden, da sagte niemand was.
    Und hier auf Deutsch wird auch rumkritisiert: Wieviel Zahlt die Schweiz den Bauern Direktzahlungen? Viel. Gut, scheint zu funktionieren, denn der Schweiz geht es gut, nicht? Es war also vielleicht eine gute Idee, die einzuführen, denn in der Schweiz gibt es noch Bauern, ich meine richtige Bauern, nicht Monokultur-Exportfabriken.
    Was passiert in Paraguay, wenn die Campesinos verschwinden? Ihr Land geht an die Sojeros, die exportieren das Soja und zahlen nicht mal Steuern (auch Veto) und machen obendrein den Boden kaputt und Vergiften alles. Und was Paraguayo isst, das muss man dann importieren. Ist das denn gut fürs Land?
    Schaut doch mal von der Propaganda und den dummen Sprüchen weg und schaut das ganze Bild an, bitte.