Fahrlässigkeit könnte Grund des Chlor-Unfalls sein

Carmen del Paraná: Die Ortschaft, wie auch viele andere am Uferbereich des Río Paraná, erhielten von Yacyretá Baustellen finanziert, wie hier die Trinkwasserverteilanlage.

Die Familie des Vorsitzendes des Trinkwasserverbandes, der gestern beim Austritt von Chlorgas starb, erklärte, dass dieser ein Problem mit dem Ventil schon vor Monaten dem zweistaatlichen Wasserkraftwerk meldete, jedoch ohne Antwort.

Víctor Mongelós, Chef der Abteilung für noch fertigzustellende Baustellen des zweistaatlichen Wasserkraftwerkes Yacyretá, erklärte, “dass bei ihnen keine Schreiben eingingen, die ein Problem mit dem Unterbrechungsventil am Chlorgastank berichteten“.

Das Unternehmen Cimman wurde mit dem Betreiben der Trinkwasserverteilanlage beauftragt. Nur sie ist es, die uns Berichte über mögliche Probleme zulassen kommen kann, im Falle, dass welche existieren.

“Die Anlage wurde von Yacyretá finanziert und gebaut. In Betrieb wurde sie im Jahr 2013 genommen, von oben genannter Firma“, so Mongelós.

Die Familienangehörigen von Opfer Miguel Luchen (57), bestätigten, dass dieser schon seit Monaten dem Geschäftsführer von Problemen mit dem Unterbrecher erzählte und um Hilfe bat.

Vorgestern, einen Tag vor dem Unfall, versuchte einer der Mechaniker des Unternehmens Cimman den Schaden auf eigene Faust zu beheben. Laut Yacyretá fand man die Schäden einen Tag vor dem Unfall und nicht schon vor Monaten.

“Zum Unfall kam es beim Austausch von einer Chlorgaskaraffe von 1.000 kg, die meist ein Jahr lang hält. Dabei ging wohl etwas schief. Es gibt jedoch nichts zu verstecken. Wir schauen auch erneut nach, ob es den Bericht gibt, von dem die Familienangehörigen sprechen“, so Mongelós abschließend.

Wochenblatt / Abc Color

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