Asunción: Dank der großen Anzahl von Verkehrsunfällen, besonders mit motorisierten Zweirädern, kommt es vermehrt zu Amputationen. Doch was geschieht danach mit den Gliedmaßen?
Laut einem Zeitungsbericht sammeln sich täglich in den paraguayischen Krankenhäusern 800 – 900 kg amputierte Gliedmaßen an, mehrheitlich von Unfallopfern. Monatlich registriert Generaldirektion für saubere Umwelt eine Menge von 23.000 kg. Diese Menge fachgerecht zu entsorgen liegt in den Händen einer Firma, die diese in farblich unterschiedlichen Säcken zur Verbrennungsanlage nach Remansito bringt, wo sie im Hochofen vernichtet werden. Die Aschereste werden dann in Gruben von 5 x 3 Metern vergraben.
Osmar Caballero, Chef der Abteilung von festen Abfällen der Generaldirektion für saubere Umwelt (Digesa), erklärte zudem, dass die größten Abfallmengen aus dem Nationalkrankenhaus Itauguá stammen, wo normalerweise die Unfallopfer aus dem Inland hingebracht werden.
Wochenblatt / Cronica











retto
oh, sie haben einen Hochofen hier?
Zorra
Wenn das wahr ist dann lauft in Paraguay bald jeder einbeinig.
Hermann1
Mit solchen Zahlen sollte man etwas vorsichtig umgehen. Durchschnittsgewicht Hand-Unterarm-Unterschenkel mal mit 5 kg angenommen, wären das im Monat 4.600 Amputationen. Das sind in Zehn Jahren über eine halbe Mio. Danach müsste hier im Land jeder Zehnte versehrt sein. Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung. Aber vielleicht entspringt diese Zahl auch nur der Abrechnung des „Hochofenbetreibers“.