Paraguay: Ayoreos baten Geister um Hilfe

Nationalpark Defensores del Chaco: Die Suche nach Wilhelm Wabnegg gestaltet sich als schwierig, obwohl 15 Ayoreo Ureinwohner Tag und Nacht im dornigen Busch nach ihm Ausschau halten.

Gestern Abend wurden bei einem heiligen Ritual die Geister und Ahnen der anwesenden Ayoreo Ureinwohner kontaktiert, um ihnen Kraft und das Fünkchen Glück zu verleihen, was sie benötigen, um den vermissten Steirer zu finden. Da die Ureinwohner im Busch übernachten, konnte man von weitem die Feuerstelle sehen und auch die ihnen heiligen Gesänge hören. Sollte bis Morgen kein Resultat vorliegen, wird auch diese Suche abgebrochen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Gesuchte sich im Parkgelände aufhält. Seine persönlichen Wertgegenstände und Dokumente befanden sich alle in seinem Wohnmobil. Doch wenn konventionelle Suchaktionen, wie die von Polizei und Militär, keine Früchte tragen, ist es durchaus nachvollziehbar, dass man auf andere Methoden umschwenkt, auch wenn sie nicht jeder akzeptiert oder nachvollziehen kann.

Wilhelm Wabnegg verschwand nach seiner Einschreibung bei der Nationapark-Administration am 29. April spurlos im Bereich rund um den Cerro León, ein Gebiet welches 800 km² umfasst.

Wochenblatt / Brigada de Seguridad Ciudadana

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2 Kommentare zu “Paraguay: Ayoreos baten Geister um Hilfe

  1. Mit der Suche ist es so eine Sache,niemand verschwindet spurlos.Es findet sich alles an wenn man sucht.
    Nicht immer sieht man jeden Hinweis,nicht immer bekommt man gleich den richtigen Tip!
    Als Angehöriger würde ich ein Kopfgeld ausloben um Gewissheit zu haben was mit Ihn passiert ist. Das Geld würde nur gezahlt bei Hinweisen die Auffindung führen. Das Notfalls auch unter den Radar. In vielen Fällen löst das die Zungen und schafft Bewegung in der Sache.