Häusliche Gewalt: Eine “Statistik des “Horrors“

San Lorenzo: In etwa 7.000 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt wurden in einem Jahr im Departement Central registriert. Die Präsidentin von der Kammer der Justiz spricht von einer “Statistik des Horrors“.

Die Abschlusszeremonie von dem Projekt “Gerechtigkeit erreicht ihre Nachbarschaft“ fand in der Schule “Hector Duarte“, im Stadtteil Anahí von Reducto, statt. Begonnen hatte die Veranstaltung schon im Mai in der sogenannten “Ciudad Mujer“ in Villa Elisa.

Der Plan von diesem Projekt zielt hauptsächlich auf die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ab. Am feierlichen Schlussakt nahmen unter anderem Richter, Staatsanwälte und Justizangestellte teil.

María Teresa González de Daniel, Präsidentin von der Kammer der Justiz aus dem Departement Central, erklärte, dass Central, mit 7.000 Fällen von häuslicher Gewalt, die “Horrorstatistik“ anführe. Ziel des seit Mai durchgeführten Projekts sei es, diese Geißel zu bekämpfen, die Opfer eng zu begleiten, den Zugang zur Justiz zu erleichtern, ihre Anzeigen zu unterstützen, ihre Rechte zu erklären und sie zu beraten.

Um dieses Ziel zu erreichen besuchten die Organisatoren jeden Samstag freiwillig die am meisten gefährdeten Stadtviertel, begleitet von Richtern und einem multidisziplinären Team aus Psychologen, Forensikern, Mediatoren und Vermittlern.

Um die Teilnahme attraktiver zu machen, seien sie in jeder Gemeinde von Mitarbeitern der Migrationsbehörde, dem Standesamt und weiteren Behördenvertretern begleitet worden, erklärte González de Daniel.

Sie bekräftigte, dass nicht alles magisch wirke, sondern Anstrengung erfordere und Menschen sensibilisiert werden müssten, weil die Kultur des Leidens und einer Unterdrückung in Paraguay weiterhin Bestand habe.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Häusliche Gewalt: Eine “Statistik des “Horrors“

  1. 7.000 Fälle von häuslicher Gewalt. Doch wer zeigt schon irgendwen an, im Lande de los buen educados? Also ich werde gar niemanden Anzeigen, hier hilft nur deine Mathilde zur Unkrautvernichtung in Hof und Garten. Daher, nein, nicht DER Daher, daher, dürfte die Dunkelziffer Faktor 10 höher sein.

  2. Simplicus-Manni

    Da in diesem Lande jeder alles weiß, sich nicht gerne etwas sagen läßt, Kritik als ungehörig empfindet, es keine Diskussionskultur gibt, schlagen sich diese Prädikate natürlich im Zusammenleben der Menschen nieder. Auch und gerade in der Ehe oder Partnerschaft. Selten wird etwas ausdiskutiert (nicht einmal andiskutiert) Kritik wird als Beleidigung empfunden, jeder in der Partnerschaft lebt sein Eigenleben weiter und hofft durch Sturheit den Partner am Ende zu beherrschen. Daß das nicht funktionieren kann beweisen die vielen Fälle häuslicher Gewalt. Niemand macht sich aber über das Grundproblem Gedanken, vielmehr zieht sich das wie ein roter Faden durch alle Bereiche der Gesellschaft und Politik und wird wohl auch so bleiben.