Was nicht verboten ist, ist erlaubt

Asunción: Das hatte noch gefehlt. Eine Gruppe Autobewacher der Straße Iturbe haben eine symbolische Protestaktion durchgeführt um ihre fehlenden Einkünfte anzuklagen.

Die 14 selbsternannten Autobewacher riefen die Stadtverwaltung auf das Projekt wieder einzustampfen, da eh keine Radfahrer unterwegs wären. Dass es überhaupt zu der Protestaktion kam ist der Familie Tuma zu verdanken, die mehrere Immobilien in der Straße hat.

„Der Bürgermeister hat keine Ahnung was hier passiert. Das ist ein Rückschritt für die Stadt. Anstatt etwas zu verbessern wird es schlechter. Das ist ein Verlust für die Gesellschaft“, sagte Aufpasser Luis Dominguez, der leider vergessen hat, dass es sich in erster Linie um einen Verlust in seinem Geldbeutel handelt.

Und wenn in 100 Jahren kein Fahrrad auf dem Radweg fahren würde, hätte keiner der Bewacher etwas zu beanstanden, schlimmer noch, die Aufpasser stammen allesamt aus den ärmsten Stadtvierteln die meilenweit entfernt liegen.

Änderungen hinzunehmen fällt vielen Paraguayern besonders schwer. Ständig wird demonstriert, nicht selten erreicht man sogar etwas damit. Wie der Radweg, einer von sehr wenigen in der Stadt, in Zukunft besucht sein wird, hängt von seiner Beibehaltung und niedrigeren Temperaturen ab.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Was nicht verboten ist, ist erlaubt

  1. Christian2005

    …da zeigen sich all die Steuerhinterzieher?
    Interessiert sich die Behörde denn nicht dafür?