Abrissarbeiten am Stroessner Haus beginnen

Die Abbrucharbeiten an der Villa des Sohnes von Alfredo Stroessner haben bereits die Hürde des Planungsverfahrens überschritten, obwohl noch nicht alle rechtlichen Fragen geklärt sein dürften, konnten die Arbeiten kurzfristig schon beginnen, jetzt werden die Unterlagen aber nochmals genauer geprüft, bis dahin herrscht Baustopp. Das Haus und Grundstück sollen wieder öffentlicher Bereich werden um einer Straße den Weg zu ebnen, in etwa 15 Tagen könnte schon mit den Pflasterarbeiten begonnen werden, wenn alle Genehmigungen offiziell sind.

Der Generaldirektor für den Bereich Recht aus der Gemeinde und zuständig für dieses Vorhaben, Dr. Benito Torres, sagte gegenüber der ABC Color, ein Team hätte schon das Anwesen für den geplanten Abriss besichtigt und Vermessungen für den Straßenbau vorgenommen.

Nach dem Richterspruch vor einigen Wochen wurde die Eigentumsurkunde vom 20. Dezember 1974 für nichtig erklärt und das 7.810 Quadratmeter große Areal an die Stadtverwaltung von Asunción übertragen. Im Augenblick wartet Torres auf freiwerdende Haushaltsmittel aus der Gemeinde Asunción, damit die Arbeiten beginnen können. „Straßen sind eine der wenigen Möglichkeiten für eine Erweiterung des Verkehrsflusses, wir sind dabei, dies bald zu ermöglichen“, sagte er und fügte an, die Baumaßnahmen würden in 15 Tagen oder einem Monat anfangen.

Aktivisten und Opfer der Inhaftierung oder Folterung während der Diktaturzeit von Alfredo Stroessner (1954-1989) in Paraguay kamen am Samstag zum Gebäude und wollten einen Stopp der geplanten Abrissarbeiten erzwingen. Einer der Demonstranten, Martin Almada, forderte die Stadt auf, andere Wege für das Kulturerbe zu finden. Die Gruppe möchte lieber eine Wiederherstellung des Anwesens erreichen. „Wir wollen das kulturelle Erbe erhalten und dass die Villa in eine öffentliche Universität umgewandelt wird“ erklärte Almada.

Quelle: ABC Color

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