Fragwürdige Entschädigung beim Bau der Brücke in Presidente Franco

Für den Bau der zweiten Brücke über den Rio Paraná in Presidente Franco müssen langfristig 280 Privatgrundstücke enteignet werden, von der ersten Bauphase sind 14 Familien betroffen, die mit den Wertgutachten durch das Bauministerium (MOPC) nicht einverstanden sind.

Darunter befindet sich die Familie Ojeda Zaracho, die seit 50 Jahren in der Gegend lebt, 4 Hektar ihres Grundstücks sind von den geplanten Baumaßnahmen betroffen. Die vermeintliche Unterbewertung des Grundstücks ist das kleinere Problem der Familie, da sich ein anderer Besitzer mit einem Titel über 25 Hektar aus Asunción gemeldet hat und bereits vom MOPC eine Entschädigung über 7.756.175.000 Guaranies erhalten.

Rechtsanwältin Nidia Giménez hat Beschwerde beim MOPC eingereicht, die allerdings mit dem Argument, es handle sich wohl um überlagernde Grundstückstitel, zurückgewiesen wurde. Dass die Zarachos seit 50 Jahren dort wohnen, die Dimensionen aus dem Titel von Alfonso Perrens nicht mit den Daten des Katasteramts übereinstimmen und die Stadtverwaltung von Presidente Franco seit 1963 die Zarachos als Eigentümer führt und keine Kenntnis von einem anderweitigen Verkauf des Landes hat, sind nach Darstellung der Anwältin, kein Grund für das MOPC, die Besitzverhältnisse genauer zu prüfen.

Die Familie veröffentlichte eine Erklärung, nach der das MOPC tatenlos blieb „zum Nachteil unserer Familienangehörigen und weiterer Nachbarn, die hier seit 50 Jahren leben. Die Alfonso Perrens erreichten mit Hilfe von skrupellosen Komplizen, innerhalb des MOPC, eine Anerkennung ihres gefälschten und unechten Titels.“

Das Land sei im Übrigen mindestens zwei Millionen USD Wert, da hier erheblich investiert wurde, sagt die Anwältin. Da alle Reklamationen beim Ministerium abblitzten kündigt die Anwältin nun ein Anzeige wegen Betrugs an.

Quelle: Última Hora

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