Asunción: Eine Studie enthüllt, dass paraguayische Jugendliche zu denjenigen gehören, die in der Region am meisten Alkohol konsumieren. Die Zahl sollte Politiker aber auch Erziehungsberechtigte nach dieser neuen regionalen Diagnose zum Nachdenken bringen, die vom Netzwerk ACCIONAR vorgelegt und von der Stiftung CIRD verbreitet wurde.
Sie ließ die Alarmglocken schlagen: 55,1 % der paraguayischen Jugendlichen haben bereits Alkohol probiert, womit Paraguay über dem regionalen Durchschnitt (48,3 %) liegt. Das ist kein Scherz! Nur Mexiko übertrifft das Land in dieser Liste.
Der Bericht mit dem Titel “Voces y realidades 2026“ (Stimmen und Realitäten 2026) zeigt, dass mehr als 67 % der Jugendlichen, die jemals Alkohol probiert haben, weiterhin aktiv konsumieren, in der Regel ein- bis zweimal im Monat. Das Alter, in dem sie den ersten Schluck nehmen, liegt gewöhnlich zwischen 13 und 15 Jahren.
Doch es gibt eine Tatsache, die enorm Aufsehen erregt: Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen die Familie die Konsumgruppe anführt, sind in Paraguay die Freunde das primäre Umfeld für den Alkoholkonsum (64,3 %), sehr dicht gefolgt vom eigenen Zuhause oder dem Haus von Verwandten. Oftmals fungieren die elterliche Erlaubnis oder die auf dem Familientisch bereitstehende Flasche als das wesentliche “grüne Licht“ für den Einstieg der Jugendlichen.
Zu allem Überfluss gaben 97 % der befragten Jugendlichen zu, noch nie an einem Präventionsprogramm in ihrer Schule teilgenommen zu haben. Und obwohl die Lehrkräfte bemüht sind, das Thema anzusprechen, erhalten nur sehr wenige eine angemessene Schulung, während viele anprangern, dass sich Verkaufsstellen für alkoholische Getränke direkt neben den Schulen befinden.

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