Alberdi, “in Gottes Hand“

Alberdi bleibt am Rand dessen, was zu einer Katastrophe führen könnte, der Damm weist weitere Risse auf und könnte jederzeit brechen. Federico Centurion, Bürgermeister der Stadt, mahnt weiterhin zur Evakuierung. „Ich habe nichts zu tun, wir geben unsere Hände in Gottes Hand“, sagt er. Centurion fügte an, die Lage sei kritisch, Experten vom Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) hätten die Situation beurteilt und empfohlen, die Stadt zu evakuieren.

Rund 200 Familien sind inzwischen in Sicherheit, sie haben Zuflucht in Schulen oder weiteren Gebäuden gefunden, andere sind auf höher gelegene Gebiete umgesiedelt oder nach Formosa gegangen. Centurion erwähnte, die Verstärkung des Dammes mit Sandsäcken sei eine Maßnahme, die nicht helfen würde. „Diese Praxis wurde vor einem Jahr eingesetzt, trotzdem brach der Damm, als der Flusspegel sank. Ich weiß, die Einwohner kämpfen bis zum Schluss, aber ich habe sie gebeten, der Evakuierung zu folgen“, sagte der Bürgermeister. Er fügte an, etwa 10.000 Menschen hoffen darauf, dass der Damm hält, der Pegelstand sei nun bei 9,61 Meter.

Das Nationale Alarmsekretariat (SEN) forderte nochmals alle Bürger auf, die Stadt zu verlassen, es könne nicht vorher gesagt werden, wann der Damm dem Wasserdruck nicht mehr standhalte. Laut dem Minister vom SEN, Joaquin Roa, “ist es sicher, dass Menschen zu Schaden kommen, wenn der Damm bricht“.

Quelle: ABC Color