Warum diese Überschwem-mungen in Paraguay?

Wälder sind ein natürlicher Schwamm, der Wasser absorbiert und sie dienen als Schutzschirm gegen Wetterereignisse. Doch in Südamerika, vor allem in Paraguay, Argentinien und Brasilien sind diese stark gefährdet, sie wurden richtig “geschält“ und besitzen nur noch 7% ihrer Landesoberflächen. Darüber hinaus befinden sich die drei Länder unter den zehn weltweit, wo am meisten Waldfläche in den letzten 10 Jahren entnommen wurde. All dies “ärgert“ El Niño und verursacht die Plage Flut.

Laut Greenpeace, könne der erhebliche Waldverlust in Argentinien, Brasilien und Paraguay nicht mehr die natürliche und richtige Aufnahme von Wasser bewerkstelligen. Die Bäume, neben der Konzentration von biologischer Vielfalt, spielen eine entscheidende Rolle bei der Klimaregulierung, der Aufrechterhaltung der Wasserströme und dem Bodenschutz. Länder würden anfälliger für schwere Regenfälle, die Überschwemmungen verursachen, wenn es bei dem Verlust der Wälder bleibe.

El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das starke Regenfälle und Dürre mit sich bringt, aufgrund der Entwaldung und nicht nur globalen Klimaerwärmung. „Das Phänomen hat einen größeren Einfluss, wenn heftige Regenfälle auf nackten Boden fallen, dann verursacht dies Überschwemmungen“, sagte Benjamin Grassi, Professor für Meteorologie und Klimaforscher.

Paraguay hat 16 Millionen Hektar Wald, aber in einem Monat würden 58.111 Hektar gerodet. Das sei das Land mit dem höchstem Abholzungsanteil, gefolgt, von Argentinien und Bolivien. 1.184 Hektar würden pro Tag gerodet, laut Guyra Paraguay, einer Umweltschutzorganisation. Laut der Nichtregierunsorganisation hätte der Chaco, von den Vereinten Nationen zum Biosphärenreservat erklärt, die höchste Abholzungsrate der Welt.

Quelle: La Nación