Alliana will an diesem Wochenende Namen seiner Bewegung verkünden – und lässt keinen Zweifel an seiner Wunsch-Dupla: Marco Riquelme vor dem Sprung!

Asunción: Es wird ernst im paraguayischen Machtpoker! Vizepräsident Pedro Alliana treibt seine Zukunftspläne für die Wahlen 2028 mit großen Schritten voran. Während nach dem Bruch innerhalb des „Honor Colorado“-Lagers fieberhaft an einem neuen Namen für die politische Bewegung getastet wird, steht für Alliana bei der Wahl seines Vize-Kandidaten längst alles fest. Die Beschreibung seines Traumpartners lässt nur einen Schluss zu: Industrieminister Marco Riquelme steht kurz vor der Kür!

Während einer Tournee durch das Departement Ñeembucú zeigte sich der Vizepräsident äußerst zuversichtlich. Auf die Frage nach der Entscheidung für seine künftige Dupla entgegnete Alliana gewohnt selbstbewusst: „Ich habe das Panorama bereits absolut klar, mein lieber Freund, aber mehr als glasklar.“ Obwohl er den Namen noch nicht offiziell in Stein meißelt, wiederholte er exakt jene Kriterien, die er bereits zu Wochenbeginn genannt hatte – es fehlte eigentlich nur noch das Namensschild mit der Aufschrift Marco Riquelme.

Technische Kompetenz statt reiner Parteipolitik

Alliana hatte angekündigt, sich bei der Entscheidung zwischen drei Aspiranten – Handelsminister Marco Riquelme, dem Präsidenten des Gouverneursrates César Sosa und dem Parlamentspräsidenten Raúl Latorre – von Umfragen leiten zu lassen. Letztere beide dürften im internen Rennen jedoch kaum mehr als Statisten sein.

Die Vorliebe des Vizepräsidenten spricht eine unmissverständliche Sprache: Sein Wunschkandidat müsse ein „technischeres Profil haben, das mich perfekt ergänzt“, und vorzugsweise nicht aus dem Landesinneren stammen, da er selbst bereits tief in der regionalen Politik verwurzelt ist. Wer eins und eins zusammenzählt, erkennt sofort: Während César Sosa zwar aus der Wirtschaft kommt, aber primär durch und durch Politiker und Provinzler ist, und Latorre ebenfalls ein rein politisches Profil aus der Hauptstadt mitbringt, passt die Beschreibung exakt auf den profilierten Industrieminister und Unternehmer Marco Riquelme.

Neues Bündnis in den Startlöchern

Neben der Kür des Vize-Mannes brennt vor allem die Frage nach dem neuen Markenzeichen unter den Nägeln. Seit dem harten Bruch im Lager von Honor Colorado agiert das offizielle Team ohne gemeinsame Klammer. Zwar spekulierte man über eine Neuauflage von „Concordia Colorada“, doch dieser Name ist praktischerweise bereits auf den Ex-Präsidenten und Oppositionsführer Mario Abdo Benítez registriert.

Nun soll noch an diesem Wochenende Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Ich denke, dass wir an diesem Wochenende den Namen unserer Bewegung definieren werden, und danach können wir auch den Termin bekannt geben, um die Dupla zu verkündigen, die mich begleiten wird“, kündigte Alliana an.

Gleichzeitig schickte er eine unmissverständliche Botschaft an die Parteispitze um Horacio Cartes: Er allein genieße die volle Autonomie und Freiheit seines politischen Teams bei der Wahl seines Partners – ein klares Signal, dass man sich nach den früheren Reibereien um Ex-Minister Juan Carlos Baruja nicht mehr reinreden lässt. Der Weg für das Dream-Team Alliana-Riquelme ist geebnet!

Wochenblatt / Abc Color

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