Altar aus Mais für den Papst

Für den kommenden Besuch des katholischen Papstes, Jorge Mario Bergoglio, gestaltet der paraguayische plastische Künstler Koki Ruiz seit Wochen einen Alter aus Feldfrüchten, der für die Messe auf dem Gelände der Luftwaffe in Ñu Guasu, das zu Luque gehört, am 12. Juli verwendet werden soll. Papst Johannes Paul II. hatte 1988 bereits am gleichen Ort eine Veranstaltung gehalten

Ursprünglich war das Kunstwerk Maisalter (Altar de maíz) genannt worden, allerdings besteht es vor allem aus Kokosnüssen, Körnern, Kalebassen, Kürbissen und auch 32.000 Maiskolben. Im Mittelpunkt des Interesses stehen allerdings die Kokosfrüchte, deren Zahl, je nach Pressemeldung, zwischen 150.000 und über 200.000 schwankt.

Die katholische Kirche bot den Gläubigen an, Nachrichten an den Papst auf die Kokosnüsse zu schreiben. Dazu können sie selber im Seminario Metropolitano in Asunción am 2. und 3. Juli erscheinen oder ihre Nachrichten per Facebook schicken, die dann von Helfern auf die zuvor mit Klarlack behandelten Früchte geschrieben werden. Aktuell hat man etwa 30.000 Nüsse mit Nachrichten versehen, die Zahl wird sich in den nächsten Tagen aber noch vervielfachen.

Vergangene Woche war der Alter aus San Ignacio de Misiones, im Süden des Landes, in Teilen und in Begleitung eines großen Polizeiaufgebotes nach Asunción transportiert worden und wird aktuell aufgebaut. 20 Künstler reparieren Transportschäden und setzen die einzelnen Teile vor Ort zusammen.

ABC Color berichtete am Mittwoch, dass Fotografen der Zeitung nicht auf das Grundstück der Luftwaffe gelassen wurden, um Fotoaufnahmen zu machen. Für das Wochenblatt fotografiert Rainer Ruck während des Papstbesuches, nach Ausfüllen aller Anträge bei der katholische Pressestelle erhielt dieser gestern ohne Probleme seinen Presseausweis für alle Veranstaltungen in Paraguay und ebenso einen Sonderausweis für das Militärgelände in Ñu Guasu. Für die Bilder danken wir Rainer Ruck. Den Kollegen gelang das inzwischen auch und sie veröffentlichten bereits am Donnerstag Fotos vom Altar.

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5 Kommentare zu “Altar aus Mais für den Papst

  1. Andere Menschen in Paraguay hungern oder haben sehr wenig zu essen und hier wird mit Lebensmitteln gespielt. Als etwas anderes kann man solchen Unsinn wohl nicht bezeichnen.
    Vermutlich werden die „Künstler“ dann hinterher jeden Maiskolben und jede Kokosnuss meistbietend verkaufen und sich eine goldene Nase verdienen. Und die Käufer stellen diese Teile des „Kunstwerkes“ dann in eine Vitrine oder auf den persönlichen Altar.
    Im Prinzip ist das nichts anderes als das Vernichten von Butterbergen, das Wegschütten von Milch etc. in Europa, um die Preise stabil zu halten.

  2. gibts eigentlich in Paraguay irgendwas was euch allen gefaellt?!?!?! Ich sehe nur negative Aeusserung. Nur befinden wir uns nicht in einem europaeischen Kulturkreis….sondern in PARAGUAY/SUEDAMERIKA….falls das vielen von euch noch nicht aufgefallen ist. Manchmal hab ich den Eindruck das viele Einwanderer Paraguay zur weiteren Republik Europas machen wollen. IHR WUSSTET DOCH ALLE VORHER WOHIN IHR, EGAL AUS WELCHEN GRUENDEN, AUSWANDERT!!!! Lasst sie doch den Papst so empfangen wie SIE es wollen, Paraguay ist schliesslich das Land der Paraguayos, nicht der Zuwanderer

  3. Ich kann User *Ich* (s. oben) nur beipflichten. In Anbetracht des Reichtums der Kirche, sowie der Auslegung alter abergläubischer Geschichten würde ich viel weiter gehen, doch möchte ich nicht, dass weiterhin HERUMGESCHRIEN, noch dass Paraguay zur zweiten Republik Europas (???) – was auch immer das sein mag (ich denke, in Europa gibt es bereits mehrere Republiken) werden muss .

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