Anstatt eine Eisenbahn nun Radweg geplant

Villarrica: Das Thema Eisenbahn kommt in Paraguay oft auf den Tisch, aber Konkretes wurde seit Jahren nicht umgesetzt. Jetzt will man Bahnstrecken als Radwege nutzen.

Radfahrer aus verschiedenen Bezirken des Departements Guairá und Bewohner der Region führten die Reinigung und eine Wiederaufforstung an den ehemaligen Bahngleisen und der -trasse in der Stadt Villarrica durch, um daraus einen attraktiven touristischen Radweg zu machen.

Das Projekt wurde von der Kommission “Ciclovía Villarrica“ entwickelt und darin ein weiteres Vorhaben namens “Ciclovía Gua’i“, das man den Behörden vorstellte.

Rosa Martínez de Bacchetta von dieser Kommission erklärte, dass sie bereits die Bahntrasse kartographiert hätten, die zuvor von Zügen benutzt worden sei. Sie fügte an, dass sich das Projekt in der zweiten Phase befinde, mit der allgemeinen Reinigung der Strecke und einer Wiederaufforstung an der Bahntrasse.

„Wir müssen diesem Radweg Schatten geben, damit alle sich bei der Sportaktivität erholen können und die Natur spüren“, sagte Bacchetta. Sie bestätigte, dass mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft Fepasa eine Vereinbarung über die Nutzung der Strecke unterzeichnet worden sei und gab an, dass sie diese Route bei einer möglichen Reaktivierung der Eisenbahn dann gemeinsam nutzen werden.

Die Bereiche, in denen der Radweg gebaut werden soll, umfassen die Stadtviertel Tuyutimí, Kaundy, Caroveni, Itaty, Estación, Santa Librada und Lemos in Villarrica. Anschließend werden die Bezirke Félix Pérez Cardozo und San Salvador, wo auch alten Gleise vorhanden sind, über eine Entfernung von mehr als 18 Kilometern in das Projekt mit einbezogen.

Jhony Leske vom Verband “Guaireño Cycling Circle“, der rund 800 Radfahrer als Mitglieder hat, sagte, die Idee des Radwegs sei, sich an die Zeiten zu erinnern, in denen Züge die Orte passiert hätten, die einzigartige Panoramen des Ybytyruzú-Gebirgszugs bieten und gleichzeitig dazu führen, einen gesunden Sport auszuüben.

Er fügte an, dass in der Region jedes Jahr der Wettbewerb “Guaireño Cycling Championship“ an rund 10 Terminen stattfinde und auch die Eisenbahnstrecke für einige Sport- oder Fahrradtouren genutzt worden sei. „Die Verwirklichung des Radwegprojekts wäre ein Traum“, sagte Leske.

Roberto Salinas, Präsident von Fepasa, hatte den alten Bahnhof in der Nachbarschaft von Estación in Villarrica besucht und sich die Bitte der Radfahrer angehört, als sie sich in der Nähe befanden. Kurze Zeit später kam es zwischen der Fepasa, Gouverneursregierung von Guairá und der Stadtverwaltung von Villarrica zu einem Abkommen, bei dem die Realisierung des Projekts unterzeichnet wurde.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Anstatt eine Eisenbahn nun Radweg geplant

  1. Mann bei den Bäumchen

    Antworten

    Yeahh, schon bereits die Bahntrasse kartographiert, das ging aber difig. Schon Pase 2.0, arbeiten ja immer effizienter. Die Frage ist Phase II von wie viel geschätzten tausend Phasen.
    Jedenfalls Phase 2.0 beinhaltet Strecke fegen und Bäumchen auf die Bahntrasse pflanzen. Finde ich gut. Meilenstein wird etwa 1725 sein, pünktlich zur Erstausgabe des Hanauer Anzeigers.
    Immerhin, noch ein paar Jahre und man kann schon mit seinem eigenen Eisenrad über die Schienen brettern, muss man halt aufpassen, dass man nicht die die Bäumchen klatscht, nicht in eines der Tausend Schlaglöcher fällt und muss man halt immer etwas Wasser und Eis nachfüllen in die Guampa, meins hat Elektroantrieb.

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