Ansturm auf Spanien-Jobs: Paraguayische Erntehelfer erobern Europa

Madrid: Der Sektor für rote Früchte in Huelva (Spanien) hat in diesem Februar zum ersten Mal ein Pilotprogramm zur Anwerbung von Arbeitskräften direkt in Paraguay durchgeführt. Ziel ist es, Personal für die kommende Erntesaison zu gewinnen, die bereits im März beginnen soll.

Wie der Agrarverband Asaja Huelva gegenüber Europa Press bestätigte, übernahm die Organisation die Auswahl im Namen fast aller beteiligten Agrarverbände und Unternehmen (mit Ausnahme der UPA). Zur Durchführung des Auswahlverfahrens reiste der Generalsekretär von Asaja Huelva, Félix Sanz, persönlich in das südamerikanische Land.

Insgesamt wurden 100 Personen im Rahmen der sogenannten “Orden Gecco“ ausgewählt. Die Auswahl fand Mitte Februar statt, damit die Arbeiter bis zum 15. März an ihren Einsatzorten sein können, um den Bedarf der Erntebetriebe zu decken.

Asaja-Huelva lobte die “hervorragende“ Organisation des Prozesses und das “optimale Profil“ der paraguayischen Kandidaten. Diese Initiative öffnet einen neuen Weg für die internationale Zusammenarbeit bei der regulierten Einstellung von Saisonarbeitskräften. Die “Orden Gecco“ ist ein Verfahren des spanischen Ministeriums für Inklusion und Migration, das die kollektive Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte im Herkunftsland steuert, insbesondere für saisonale Tätigkeiten.

Der Beerensektor in Huelva blickt auf eine lange Tradition solcher Programme zurück, bisher vor allem mit Ländern wie Marokko. Die Anwerbung im Herkunftsland macht etwa 15 % der Gesamtbeschäftigung im andalusischen Beerensektor aus. In der laufenden Saison werden insgesamt 21.496 Arbeitskräfte erwartet (4.500 mehr als im Vorjahr), die aus acht Ländern stammen, darunter Kolumbien, Marokko, Senegal und nun erstmals auch Paraguay.

Wochenblatt / La Nación

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