Anti-Drogeneinheiten kämpfen unterbesetzt gegen Schmuggel

Encarnación: Die Staatsanwaltschaft von Encarnación erklärt keine Gelder zu haben, um die Aufgabe effizient zu erledigen. Richter verteilen alternative Strafen zur Haft wenn das Gesetz es eigentlich untersagt.

Die Anti-Drogeneinheit der Staatsanwaltschaft von Encarnación befürchtet, dass der Drogenschmuggel in der Provinz Itapúa, hauptsächlich Marihuana, wächst. Die Gesetzeshüter allerdings haben dem nicht viel zu entgegnen.

„Der Kleinmengenschmuggel stieg in einer unglaublichen Form an und dass ist sclimm somal der jugendliche Sektor dadurch betroffen ist, erklärt Elba Cáceres, Staatsanwältin der ADE von Itapúa.

Die Stadtteile , die unter dem Lupe stehen sind San Pedro und San Isidro de Encarnación sowie Arroyo Porá von Cambyretá. Wöchentlich gehen um die fünf bis sechs Anzeigen aus der Zone bei uns ein. Meistens stammen diese von Nachbarschaftsverbänden und Polizisten.

Für die Staatsanwaltschaft sind diese Stadtteile auch die verseuchtesten in Bezug auf Crack Konsum. Rund 4.000 jugendliche Studenten sollen damit eigentlich nicht in Kontakt kommen.

„An den Schulen wird Crack in kleinen Mengen in Kaugummipapier verpackt und kann somit fast unbemerkt den Besitzer wechseln. In und um diverse Bildungseinrichtungen wurden 2010 und 2011 diverse Einsätze durchgeführt“, erklärt Cáceres.

Die Justiz steht wie auch in anderen Teilen des Landes auf noch sehr wackligen Beinen. Von 57 prozessierten Straftätern erhielten nur 30 eine Strafe. Bei Drogenschmuggel ist es verboten alternative Strafmaßnahmen zu erteilen, die Richter tuen es trotzdem.

Ein weiterer Wachstumspol ist der Schmuggel von Marihuana nach Argentinien, wo sich der Preis pro Kilogramm verdoppelt sobald die Ware über den Fluss das Silberland erreicht hat.

Im Norden Paraguays kostet derzeit Marihuana nur 30.000 Guaranies pro Kilo (5,50 Euro). Wenn dieses in Encarnación ankommt ist es schon 100.000 Guaranies pro Kilogramm wert. Die tatsächliche Verdopplung findet erst dann statt wenn das grüne Kraut den Boden der argentinischen Provinz Misiones erreicht hat.

Wegen fehlender Mittel kann die Mehrzahl der kreuzenden Boote nicht kontrolliert werden was den Verdacht erhärten lässt, dass dies die Schmuggler auf ein Maximum ausnutzen.

Die wenigen Schläge gegen die Schmugglermafia sind auf paraguayischer Seite eher unbedeutend. Auf argentinischer Seite werden wöchentlich mehrere Tonnen Marihuana beschlagnahmt.

Der Staatsanwältin ist klar dass somit kein interinstitutionelles Vertrauen aufkommen kann. Vor kurzem erhielt die Behörde einen Allrad Geländewagen um mobil zu bleiben. Nachdem er einen Defekt hatte und in die Werkstatt musste, erkannte man, dass keine Gelder für Reparationen bereit stehen.

Ein großen Geländewagen, fünf bis sechs Agenten die halbjährlich ausgewechselt werden, schusssichere Westen, Kommunikationsmittel und einen Anti-Drogenhund sind die Hilfsmittel über die das Anti-Drogensekretariat (Senad) in Asunción verfügt.

(Wochenblatt / Última Hora / Foto:UH)

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