Anzeige wegen möglicher Folter wird nach 16 Jahren nachgegangen

Santa Rosa del Aguaray: Wegen möglichen Menschenrechtsverletzungen entschied die Generalstaatsanwaltschaft nach 16 Jahren einer Anzeige nachzugehen, die schon 16 Jahre im Archiv lag.

Am 3. Juni 2003 protestierten an der Kreuzung in Santa Rosa de Aguaray rund 1.000 Bauern, die sich der Pflanzung von Zitronengras hingaben, um einen gesicherten Absatz vom Staat garantiert zu bekommen. Rund 1.500 ha wuchsen zu dem Zeitpunkt im Departement San Pedro.

Ernesto Benítez Gamarra zeigte Folter durch Uniformierte zwar offiziell an, seine Anzeige verschwand jedoch ins Archiv. Da er sich jedoch an das Menschenrechts-Komitee der Vereinten Nationen wandte und zu Protokoll gab, dass er von Polizisten über mehrere Stunden gefoltert und unmenschlich behandelt wurde, die da waren um die Ruta III zu räumen, kommt es nun zu einer Wiederaufnahme der Untersuchungen.

Auf Basis einer Resolution der Generalstaatsanwaltschaft wurde Staatsanwalt Santiago González Bibolini von der Einheit Menschenrechte mit dem Fall betraut, nachdem man beschloss internationalen Übereinkommen, wie dem Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, eine gewisse Wichtigkeit beizumessen.

Santiago González Bibolini obliegt es nun, eine objektive Untersuchung des Sachverhaltes durchzuführen um zu einer überzeugenden Einschätzung zu kommen, ob eine Straftat vorlag und in welchem Umfang sie stattfand.

Damals stellten die Zitronengras-Bauern Forderungen, wonach dei Regierung von Luis González Macchi und nachfolgend Nicanor Duarte Frutos diese für jeden angepflanzten Hektar entschädigen sollten. Die Regierung schritt ein, jedoch mit Gewalt und nicht mit Zahlungen.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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2 Kommentare zu “Anzeige wegen möglicher Folter wird nach 16 Jahren nachgegangen

  1. Man beachte die ungeheure Schnelligkeit und Effizienz der hiesigen Justizbehörden!

  2. Christian2005

    Jup, deswegen muss ich immer so lachen, wenn sich rechtsgläubige Deutsche gegenseitig vor Gericht zerren, dümmer kann man sein Geld nicht verbrennen?
    Da wärs manchmal sinnvoller, die Kontrahenten würden sich zu einem fairen Boxkampf treffen?
    Billiger wärs auf jeden Fall!