Apenas el sol

Istanbul: Am gestrigen Samstag, den 10. Juli, erhielt der Dokumentarfilm „Apenas el sol” (Nothing but the Sun) des paraguayischen Regisseurs Arami Ullón in der Türkei den prestigeträchtigen Fipresci-Preis verliehen von der International Federation der Filmkritiker.

„Mit überwältigender Nüchternheit gefilmt, wo das Wort an die Stelle der Geschichte tritt oder die Stille als Lieder die Melancholie der Charaktere trägt, bietet uns der Filmemacher einen Film von großer politischer Kraft über unsere Zeit, in der das Virus des Kapitalismus unsere größte Bedrohung ist. Poetisch und leuchtend trotz der Geschichte über die Tragödie des völkermörderischen Kolonialismus“, äußerten sich die Kritiker zu dem Werk.

Die Anerkennung wurde im Rahmen der „Istanbul Documentary Days – Documentarist Festival“ verliehen, bei denen der Film mit sieben anderen Filmen um diesen Preis konkurrierte. Später wird der Film von Ullón vom 21. bis 22. Juli in der dreizehnten Ausgabe von DocMontevideo in Uruguay Teil der La Semana del Documental sein; und in der Schweiz an der 74. Ausgabe des Locarno Film Festivals, das vom 4. bis 14. August stattfindet, gezeigt.

Der Film, der in die Situation des Ayoreo-Volkes des paraguayischen Chaco eintaucht, hatte am 18. November 2020 in Amsterdam seine Weltpremiere, verantwortlich für die Eröffnung des IDFA-Festivals (International Documentary Film Festival Amsterdam), katalogisiert als das größte und bedeutendste Dokumentarfilmfestival der Welt.

In einem Versuch, seine vom Verschwinden bedrohte Kultur zu bewahren und die Erinnerung an seine verlorene Heimat wieder aufzubauen, durchquert Mateo Sobode Chiqueno den trockenen und trostlosen Chaco in Paraguay und nimmt die Geschichten, Lieder und Zeugnisse anderer Ayoreo auf, die wie er des Dschungels beraubt wurden.

Der Dokumentarfilm von Arami Ullón, der den Weg von Matero Sobode Chiqueno begleitet, der in dem Versuch, seine vom Verschwinden bedrohte Kultur zu bewahren und die Erinnerung an seine verlorene Heimat im paraguayischen Chaco zu rekonstruieren, Geschichten, Lieder und Zeugnisse anderer Ayoreos, die wie er des Dschungels enteignet wurden und ihr angestammtes Territorium verloren haben, ihre Lebensgrundlage, ihren Glauben und ihre Heimat. Das Werk ist seit seiner Uraufführung in Amsterdam preisgekrönt und reist um die Welt, eingeladen zu den besten Festivals.

Seit „Just the Sun“, der Dokumentarfilm des renommierten paraguayischen Filmemachers Aramí Ullón, auf dem bedeutendsten Dokumentarfilmfestival der Welt in Amsterdam uraufgeführt wurde, sind der Applaus und die wohlwollende Kritik an diesem Originalwerk dazugekommen und haben bisher nicht geendet.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Apenas el sol

  1. Die Ayoreo kolonisiert und gemordet?
    Die Ayoreos hatten nie unter irgendwelchem Kolonialismus zu leiden. Sie waren ja gaenzlich unberuehrt noch 1935 als die ersten Mennoniten mit diesen in Kontakt traten. Die Mennoniten haben sie nie unterjocht oder sonstwie ausgenutzt oder gar versklavt.
    Das scheint ein von Gruenen und LGBTIQ gesponserter Film zu sein.
    Erdogan und seine Tuerken sollten eher vom Genozid an den Armeniern durch die Tuerken einen Film drehen und auspreisen. Aber dagegen laeuft Erdogan sturm als Biden den Genozid offiziell anerkannte.
    Der Tuerk als Gutmensch der Konstantinopel zerstoerte. Einen groesseren Hohn gibt es wohl nicht.
    Auch die Guarani Indianer sagten im Film “Mission” 1750 dass sie nicht in die Waelder zurueckkehren wollten da dort die boesen Geister hausten. Sie fuehlten sich geborgen bei und in den Jesuitenreduktionen und bei den Jesuiten. Der Animismus hat noch niemandem was gebracht.
    Dasselbe vertreten ja die Indianer des Chaco. In den Wald will niemand mehr rein weil da die boesen Geister hausen. So sehr man auch den christlichen Zerfall der Mennoniten kritisieren mag, der heutige Status Quo der Indianer ist immer noch besser als das fruehere Heidenleben in stetiger Angst vor den Daemonen, staendigen Hunger zu leiden, stehts Kriege zu fuehren wobei der Stamm immer von der Ausrottung bedroht ist durch andere Indianerstaemme (versteht sich) und die Alten mit Sand ersticken zu muessen und die Kinder zu toeten weil die Nahrung einfach nicht fuer alle zureicht.
    Dieser Film gehoert verboten da er ein Hetzfilm ist gegen den guten weissen Mann und das Neuheidentum glorifiziert.
    Dasselbe gilt fuer die Staemme der Germanen: zurueck ins Heidentum ist keine Option. Der Kladden vom Luther ist das Richtige. Hoeren sie doch auf Bonifatius den Apostel der Germanen. Die Germanen waren die Indianer des Roemischen Reiches. Das Christentum befreite sie, die Germanen, aus den Klauen von Odin, Donar (Donnerstag bedeutet Tag des Donar), Freya (Freitag bedeutet Tag der Freya) und Thor vor denen sie immer Angst hatten und ihnen sogar Menschenopfer brachten. Verdammte Heiden und durchgeknallte Idioten von Neuheiden.
    Die Ayoreo waren drauf und dran andere Indianerstaemme auszuloeschen und verstaendlicherweise sehnen sich zurueck nach ihrem Imperium. Sie befanden sich auf Expansionskurs und eroberten Gebiete anderer Staemme. Dem Treiben setzten die Mennoniten ein jaehes Ende indem sie die missionierten. Die Ayoreos entsagten damals freiwillig ihren imperialistischen Bestrebungen. Heute versucht man das Uebel der Eroberungskriege also zu glorifizieren und alte Uebel gutzuheissen.
    Die Ayoreo koennen ja so leben wie sie wollen nur keiner kehrt in den Wald zurueck – man muesste sie zwingen. Das sind nur Hirngespinste die die Ayoreo da nachtrauern die nie Realitaet waren bzw heute glorifiziert und verklaert wahrgenommen werden.
    Der Film ist eine Hetzpropaganda vom “oberdemokraten” Erdogan.
    Der Name des Regisseurs “Arami Ullon” scheint mir auch eher aus Turkmenistan zu stammen – eingewanderte Tuerken die sich selbst Preise verleihen und gerne eine Islamische Demokratische Republik Paraguay saehen.
    Gemordet wurden die Ayoreos nie sondern sie begingen selber massenweise Voelkermord an anderen Indianerstaemmen – und toeteten einige mennonitische Missionare.
    Dieser Filmregisseur lebt wohl in einer Blase auf dem Mars.

  2. Frage dann an die Leser: Wieso denn wuenschen sich doch Indianer die alten pre mennonitischen Zustaende herbei?
    Offensichtlich war das bei den Jesuiten bei den Guarani nicht der Fall!
    Es sind ja immerhin authentische Ayoreo Indianer und Stimmen die im Film spielen duerften. Nur fuer Geld wuerden sie sowas nicht sagen.
    Warum denn wuenschen sich die Indianer irgendwie zusehends mehr die vorzivilisatorischen Zustaende wieder?
    Wer kann diese Frage beantworten? – ausser mir natuerlich.
    Bis jetzt hat sich kein Mennonit hier herabgelassen seinen Pelz auch nur in einem Kommentar der Verteidigung der mennonitischen Missionsbestrebungen zu riskieren. Scheint als ob es daher naheliegend ist dass den Mennoniten das Christentum eigentlich egal ist und nur ein Vorgespann fuer den Wirtschaftskarren. Anders kann man das penetrante und laute Schweigen seitens der Mennoniten nicht deuten.
    Und da haetten wir auch gleich die Antwort auf obige Frage.
    Der Indianer duerfte oft die Echtheit des Christentums bei seinen Missionaren sehr genau erfuehlen koennen und sieht sich geistlich betrogen.
    Bei den Jesuiten gaben die Patres 9 von 10 Geldstuecken den Indianern wieder. Die Patres schwelgten selber nicht in reichdotierte Posten und Aemter. Vom brutto Nettoerloes (ohne Gehaelter und “Dienstleistungen” zugeschanzt an Freunden, etc) bekamen die Indianer 90% zurueck – keine “Reinversion” wie es unter Mennoniten ueblich ist um so immer mehr Posten fuer die eigenen engen Freunde zu schaffen und 90% der restlichen Mennoniten bleiben aussen vor. Der Rest war wohl der Zwangszehnte der wohl nach Rom ging – das ist nicht biblisch aber will man doktrinelle Korrektheit denn von den Katholen erwarten?
    Wenn man vermehrt ein Bestreben beobachten wird in Zukunft unter den Indianern, so ist das ein Zeichen dass sie es so sehen als ob ihnen nur ein unechtes Christentum angedreht wurde von in wahrheit unbekehrten Missionaren die selber eher Wirtschafter sind als Christen.
    Das sind womoegliche Hintergruende.
    Das heisst das abflauende Christentum der Mennoniten draengt die Indianer immer mehr zurueck in den Animismus und Goetzendienst hinein. Die Akzente wurden auf Oekonomie gesetzt und man vergass partout die Doktrin, Lehre und das Evangelium selbst.
    Im Nachhinein wird man wohl feststellen dass es so war. Das Pendant sieht man in Deutschland wo die Katholen sich verraten fuehlen von der katholischen Fuehrung weil diese Wasser predigen aber selber Wein einschenken (Paedophilie) und somit massenweise Leute aus der Kirche austreten und somit dem Heidentum wieder zufallen.
    Es ist besser dass der Indianer hungers bekehrt stirbt und dann in den Himmel kommt als dass er satt und gottlos stirbt und dann in die Hoelle wandert.
    Man muss die Zeichen der Zeit erkennen koennen.

  3. http://bitly.ws/fvDg
    Die Caingua sind in der Tat auch Guarani Indianer wie im Dokument oben zu sehen ist. Deren Stammesgebiet war der “Knick” der von Ostparaguay nach dem Dreibundkrieg an Brasilien verlorenging. Der “Knick” stellt das Quadrat zwischen Rio Blanco, Rio Parana, der Amambay Bergkette und der geraden Linie nach Osten ausgehend von San Pedro dar. Kein Wunder dass man “den Knick” (Llanuras Indios Caingua) immer als Guarani Stammesgebiet ansah der aber im Tratado de Madrid 1750 an die Portuguisen abgetreten wurde.
    “Die Rechtslage
    1848 erließ Paraguay unter seinem Pr¨asidenten Carlos Antonio Lopez ein Gesetz, mit dem
    das gesamte Land der Indianer konfisziert wurde. Nach dem Tripel-Allianz-Krieg im Jahre
    1870 verkaufte der Staat das Indianerland mitsamt den darauf lebenden Indianern als nicht
    zu vergutende Arbeitskr ¨ ¨afte, also als Sklaven. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts begannen die katholischen Missionsorden der Oblaten, Steyler und Salesianer, den Indianern
    durch die Einrichtung von Missionsstationen zu helfen.
    Der landwirtschaftliche Ausbau des Chacos erfolgte allerdings nicht
    Okosystem-angepasst. Die Mennoniten griffen dabei vielmehr auf ihre deutsch-niederl ¨ ¨andischen Traditionen zuruck und ver ¨ ¨anderten durch die Abholzung und Urbarmachung den Naturhaushalt des Chacos nachhaltig (Standort 26). Die Indianer, die bis dahin noch mehr oder
    weniger ungest¨ort und traditionell in dem so gut wie unbesiedelten Chaco leben konnten,
    wurden mit der Ankunft der Mennoniten in Reservate gesteckt (Standort 30). Da ihnen seitdem das Land fur ihre traditionelle Lebensweise fehlt, sind sie heute wirtschaftlich von den ¨
    Mennoniten abh¨angig. In Reservate gepfercht, die oft einige Kilometer von der n¨achsten mennonitischen Siedlung liegen, haben die Indianer oft keine M¨oglichkeit, arbeiten zu gehen oder
    ihre Kinder zur Schule zu schicken. Bei manchen Mennoniten und Großgrundbesitzern f¨ordert
    diese Tatsache ihre Uberzeugung, dass ,,die Indianer faul seien und lieber stehlen w ¨ urden als ¨
    zu arbeiten” (Standort 24). Es sind aber nicht nur sozio-kulturelle Konflikte mit der Ankunft
    der Mennoniten entstanden. Die Rodung des bosque cerrado und die Umwandlung in Ackerland sowie der Bau von Straßen verst¨arkten die Ver¨odung und Versalzung der B¨oden. Von
    diesen Umweltproblemen sind zu aller erst die Indianer des Chacos betroffen, die sich keine
    Zisternen oder Grundwassertechniken leisten k¨onnen (s. Kapitel 9).”
    Also das Wegnehmen des Stammeslandes der Indianer ist durch Gesetze 1848 geregelt und geht in Ordnung. Ab 1870 wurde dann privatisiert. Dem Staat fehlte Geld und so verschacherte man das vorher beschlagnahmte Indianerstammesland halt an den Hoechstbietenden. So kam Carlos Casado auch mal zu den Laendereien im Chaco – er besass etwa die Haelfte des Chaco.
    Von den Mennoniten sagt das Dokument folgendes: “So sind Mennoniten
    heute st¨arker durch ihren geistesgeschichtlichen und kulturellen Kontext gepr¨agt als durch ein
    gemeinsames Schriftverst¨andnis.”
    Mit anderen Worten, jeder glaubt drauflos was ihm gerade passt und wie es ihm recht erscheint und alle haben mehr oder weniger das Geldstreben gemeinsam.
    So fuehlen sich so langsam die Indianer (Ayoreos) betrogen und meinen man haette sie unter falschen Vorgaben das Christentum angedreht um an ihr Land zu kommen.
    Je laenger sie sich dem Animismus und ihrer Heidenreligion entfernen je mehr verlieren die Daemonen an Schrecken und sie meinen, wie die Deutschen, dass das Neuheidentum harmlos sei und “was besseres als das Christentum”. Die vergehende Zeit verklaert alte Uebel und laesst sie wieder erstrebenswert erscheinen.
    Das mit dem Indianerland sich unter den Nagel reissen ist nicht so sehr auf dem Mist der Mennoniten gewachsen sondern wurde schon 1848 gesetzlich so geregelt und festgelegt dass es so waere. Dann 1870 die Verhoekerung des Indianerlandes an Privatiers.
    Man bedenke: vor dem Dreibundkrieg besass der paraguayische Staat alles Land auch ab 1848 durch Beschlagnahme ALLE gegenwaertigen und zukuenftigen Indianerlaender. NACH dem Dreibundkrieg forcierten wohl die kapitalistischen Alliierten die Privatisierung alles Laender so dass heute der paraguayische Staat kein Land mehr besitzt dass er den Indianern geben koennte. Will man den Indianern Land geben so muss man die brasilianischen Grossgrundbesitzer das Land wegnehmen die es vom Staat billig ab 1870 ergatterten.
    Nur ein Guerillakrieg kann den Status quo ante von 1750 wiederherstellen indem man wieder das Uti possidetis, ita possideatis – „wie ihr besitzt, so sollt ihr besitzen“, als Grund der Umverteilung vorschuetzt. Wie es ja die Bandeirantes und Portuguisen den Spaniern gegenueber taten. Man ueberfiel die Spanier, brachte sie alle um und sagte dann “Ah, die Situation hat sich geaendert – jetzt gehoert es mir weil du tot bist und ich es besitze”.
    Das schrieb man dann 1750 in den Tratado de Madrid und so gelangten die raeuberischen Portuguisen zu immer mehr spanischem Kolonialland.
    Ueber die ANR und PLRA teilt uns das Dokument was sehr interessantes mit.
    “Diese Phase war gepr¨agt durch st¨andige bewaffnete Fraktionsk¨ampfe zwischen den beiden neu
    gegrundeten liberalen Parteien: Colorado (ANC, brasilianisch orientiert) und Partido Liberal ¨
    (anglo-argentinisch orientiert).”
    Also die ANR ist der Ableger der Brasilianer und die PLRA der Argentinier und Briten. Wohl bis heute noch da ja regelrecht die Brasilianer Paraguay fluten.

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