Argentinier ziehen beim Kauf von Unterhaltungselektronik Paraguay vor

Asunción: Paraguay läuft Chile den Rang ab, zumindest bei der Gunst der argentinischen Käufer. Früher kauften sie Unterhaltungselektronik in Santiago, heute kommen sie nach Asunción.

Im vergangenen Jahr, so könnte man meinen, waren Chile und Paraguay gleichauf, was die Präferenz der Läden angeht. In Paraguay sind die Steuern geringer, dies sorgt unter anderem dafür, dass die Endverbraucherpreise niedriger sind. Der Unterschied allein durch die Mehrwertsteuer beträgt 9,0%. Ein weiterer Punkt sind die Lohnkosten, die im Vergleich zu Chile ebenfalls niedriger sind.

Die Anzahl der argentinischen Touristen, die mit Flugzeugen und Bussen nach Paraguay strömen können auch leicht mit Statistiken der Migrationsbehörde bewiesen werden.

In Geschäften wie Tecnolandia oder Tecnostore sind neben Playstation 4 auch MacBook Pro 13 und iPhone 7, 8 und X mit 30% bis 60% weitaus günstiger als in Argentinien.

Wochenblatt / FayerWayer

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3 Kommentare zu “Argentinier ziehen beim Kauf von Unterhaltungselektronik Paraguay vor

  1. Endverbraucher

    Mich hat der Verkäufer im Mariano Tschoping beim Kauf meines iTVs gefragt, ob ich Ausländer sei, dann könne er mir 10% Rabatt geben. Habe dann eine Rechnung auf den Namen (inkl. Adresse) eines Argentiniers bekommen. Und 10% Rabatt.

  2. Ja, richtig wer hier nicht offiziell wohnt, also noch als Urlauber gilt (noch keine Permanente Aufenthaltsbewilligung hat), muss keine Mehrwertsteuer bezahlen.
    Darum die 10% Rabatt.

  3. Na, Rolf, wo hast denn das gelesen? Das heisst also, wer einwandert und seine Papiere nicht macht (es gibt deren jede Menge, hauptsächlich auf dem Land, weil da niemand kontrolliert), der bekommt dann überall alles 10% billiger, weil er keine MWSt. bezahlen muß? Daß man Ausländern in Paraguay in vielen Läden 10% Nachlaß anbietet, kommt ganz einfach daher, daß der Ausländer meist keinen legalen Verkaufsbeleg benötigt und der Verkaufer dann diesen Verkauf „schwarz“ tätigen kann, denn da geht er kein Risiko ein. Es gibt aber tatsächlich eine MWSt-Befreiung für Touristen, die die gekauften Artikel dann aber auch beim Verlassen des Landes aus dem Land nehmen müssen. Nur ist das eben in der Praxis äusserst kompliziert, so daß die meisten letztlich dann trotzdem ihre Mehrwertsteuer bezahlen.