Santa Rosa del Aguaray: Ein abenteuerlustiger Mann aus San Pedro, der sich entschied, Afrika kennenzulernen, landete in Kenia, wo er die Gelegenheit hatte, Zeit mit dem Stamm der Massai zu verbringen. Dort lernte er ihren Lebensstil und sogar Essgewohnheiten kennen, die ihn überraschten.
Ein evangelikaler Pastor Abel Garay aus Santa Rosa del Aguaray (Departement San Pedro) entschied sich für eine Mission im fernen Kenia. Seit zwei Monaten lebt er dort und berichtete von seinen exotischen Erfahrungen mit der Kultur, den Traditionen und dem Essen.
Er tauchte tief in eine indigene Gemeinschaft namens Massai ein. Dieses Volk umfasst mehr als eine Million Menschen im Süden Kenias und Norden Tansanias und gehört zu den ikonischsten Kulturen Ostafrikas. Die Massai bewahren ihre traditionelle Kriegerkultur und eine tiefe Verbindung zu ihrem Vieh in der Savanne.
Eine der Traditionen, die seine Aufmerksamkeit am meisten erregte – und an der er teilnehmen musste, um die Freundschaft des Stammes zu gewinnen –, war das Trinken von rohem Blut von Kühen, Ziegen oder Schafen, vermischt mit Kuhmilch. „Das ist normalerweise ihr Frühstück“, erklärte er.
„Sie essen kaum Fleisch oder Gemüse, obwohl sie mit dem Gemüseessen langsam anfangen. Es gibt einige, die den Stamm verlassen haben und in die großen Städte Kenias gezogen sind“, so der Missionar.
„Das ist für sie eine Tradition. Sie rufen dabei keine Götter an, sondern wollen Proteine oder Vitamine für das Blut supplementieren. Nur sehr selten essen sie Fleisch, meistens eher Reis und Mais,“ berichtete Garay weiter.
Darüber hinaus fügte er hinzu, dass in diesem Land “große Armut und Ungleichheit herrschen. Grund- und Sekundarschulbildung sind nicht kostenlos wie in Paraguay. Auch im Gesundheitswesen ist es für sie sehr schwierig.“ Im Gespräch gestand er zudem: „Es ist schwer, mit ihrem Rhythmus und ihrer Lebensweise Schritt zu halten. Ich habe viel gelernt, auch über Eigenheiten, an die wir nicht gewöhnt sind – wie zum Beispiel, als sie mich in den Wald schickten, nachdem ich nach einer Toilette gefragt hatte; es gab dort nicht einmal ein Plumpsklo.“
Abschließend erklärte Garay: „Mein Plan ist es, noch zwei Monate hier zu bleiben und dann nach Paraguay zurückzukehren, um mich dort intensiv mit den indigenen Gemeinschaften meines eigenen Landes zu beschäftigen. Ich liebe es, das Leben der Indigenen zu erforschen.“
Wochenblatt / Cronica















