Asunción ist es leid

Asunción: Nach der Plaza Italia nun auch die Plaza Uruguaya. Heute um 10.00 Uhr unterschreibt die Stadtverwaltung eine Vereinbarung mit der Kommission des Bicentenario, um einen Metallzaun rund um den Uruguay Platz, gelegen am alten Bahnhof der Hauptstadt, zu errichten. Wie schon vor einem Jahr nur wenige hundert Meter entfernt entsteht eine künstlich errichtete Barriere gegen Indigene, die öffentliche Plätze als Müllhalte, Wohn- und Versammlungsort missbrauchen.

Die Umzäunung vor Ende des Jahres zu schaffen ist das Ziel des aktuellen Bürgermeisters  Arnaldo Samaniego, welche heute um 10.00 Uhr die Unterschrift dafür leistet. Damit sollen nicht nur die indigenen Demonstranten draußen gehalten werden sondern auch dem Einwohner der Hauptstadt die Möglichkeit gegeben werden erneut über Grünflächen zu gehen und etwas „Natur“ zu tanken in der lauten Hauptstadt.

Die Vereinbarung soll im Büro des Kongresspräsidenten, Jorge Oviedo Matto unterzeichnet werden. Der Uruguay Platz ist der Ort an dem sich diverse indigene Gruppen versammeln um gegen die Regierung zu demonstrieren, durch den Straßenverlauf gut zu erreichen und mit ausreichend Platz für die Reklamanten.

Diese Demonstrationen ziehen ständig große Reparaturen nach sich um den Ort wieder erträglich zu machen. Die Umzäunung ist somit auch eine Entschädigung für all die Bürger, denen es unmöglich war sich da aufzuhalten während der Besetzung durch Ureinwohner, meist aus dem Norden des Landes.

Natürlich soll auch an diesem öffentlichen Platz drahtloses Internet gratis angeboten werden.

Die Kosten für den Metallzaun auf der Plaza Italia erreichten rund 240 Millionen Guaranies. Im Fall der Plaza Uruguaya kann sich das schnell vervierfachen.

(Wochenblatt / Abc)

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