Aufstand gegen kostenpflichtiges Parken

Encarnación: Händler aus der Hauptstadt von Itapúa widersetzen sich der Absicht der Kommune, kostenpflichtige Parkplätze im Zentrum der Stadt einzuführen.

Die Vizepräsidentin der Handelskammer, Mirta Montiel, erwähnte, dass sie Demonstrationen organisieren, um die Durchführung des Projekts zu verhindern. Sie argumentierte mit dem mangelhaften öffentlichen Verkehrssystem, das sie letztendlich nutzen könnten, um zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen.

Montiel erwähnte, dass sie bereits eine Forderung an den Stadtrat gestellt haben, der für gebührenpflichtiges Parken gestimmt hat, hinter den Interessen der Bürger. „Es gab keine Sozialisierung des Projekts und es geht gegen die Wirtschaftskraft”, sagte Montiel.

Sie erklärte, dass “dies nicht die Zeit ist. Viele von uns würden ihre Autos stehen lassen und mit Bussen zur Arbeit ins Zentrum fahren, aber diese kommen alle anderthalb Stunden und einige fahren nicht einmal in alle Stadtviertel“.

„Sie wollen den Auftrag nur an ein Unternehmen vergeben, das sich präsentiert hat. Zudem verbleibt das Geld nicht in der Stadt, sondern gelangt in private Hände. Wir verstehen nicht, warum sie das so schnell machen wollen”, fügte Montiel an.

Sie stellte die “privatistische” Politik der Stadtverwaltung in Frage und verwies darauf, dass Dienstleistungen wie die Ausstellung von Führerscheinen inzwischen ausgelagert würden. Montiel erklärte auch, dass es Absichten gebe, den Müllabfuhrdienst zu privatisieren.

Sie kündigte an, dass der Plan, wenn er erfolgreich sei, der Region wirtschaftlichen Schaden zufügen wird, die bereits stark von dem Umsatzrückgang betroffen ist, der direkt mit dem niedrigen Wert des argentinischen Pesos zusammenhängt.

Mittlerweile hat die Kommune das Vorhaben zurückgestellt und wird neu darüber im Stadtrat verhandeln wie es weitergeht.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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1 Kommentare zu “Aufstand gegen kostenpflichtiges Parken

  1. Parkplätze im öffentlichen Raum aufs Verursacherprinzip abzuwälzen ist durchaus gerecht. Die Händler können sich auch einen Privatparkplatz vor den Laden bauen lassen. Dann habens dat Problem nicht. Die Kunden, die keine Parkgebühren entrichten wollen, sollen halt zu Fuß zum Laden laufen. Natürlich braucht es genügend öffentliche Parkplätze und auch die Anwohner müssen zu vergünstigtem Parken gelangen, wobei im Wesentlichen im Paragauy fast jedes Haus seinen privaten Parkplatz hat. Diejenigen, die in der Innenstadt wohnen, müssen halt das Tram oder Velo nehmen.

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