Asunción: Insgesamt 14 Ausländer haben einen mutmaßlichen Immobilienbetrug angezeigt. Versprochen wurden Renditen und Wohnungen, die nie geliefert wurden. Die Zahlungen erfolgten für Immobilienprojekte in der Planungsphase (Kauf „ab Plan“).
Einer der Betroffenen, der Argentinier Leonardo Parriego, erklärte gegenüber, dass er zum Zeitpunkt seiner Investition Paraguay noch nicht kannte. Er habe jedoch Bekannte gehabt, die dorthin gereist waren und ihm berichteten, dass Asunción stark wachse, untermauert durch ermutigende Nachrichten.
Nachdem er jedoch mehr als 40.000 US-Dollar investiert hatte und keinerlei Rückmeldung von der Firma Corar (einem Unternehmen mit argentinischem Kapital) erhielt, betonte er, dass er nie wieder in Paraguay investieren würde.
Der Geschädigte behauptete, dass in Paraguay eine Gesetzeslücke klaffe. Jeder Investor könne Immobilienprojekte bereits in der Planungsphase verkaufen, ohne dass es strikte Anforderungen gäbe. Man gründe einfach eine Gesellschaft und könne ohne nennenswerte Einschränkungen Betrug begehen.
Celina Polleri, die rund 30.000 US-Dollar investierte, hob hervor, dass das Unternehmen zudem eine jährliche Rendite von über 6 % versprochen hatte.
„Sie wollten das Gebäude nach und nach errichten. Angeblich stand die gesamte Infrastruktur bereits, und nach fünf Jahren, im November 2026, sollte mir eine Wohnung übergeben werden. Falls ein Verkauf der Immobilie rentabler gewesen wäre, hätten sie mir das investierte Geld inklusive der Zinsen ausgezahlt“, gab sie an. Ab dem zweiten Jahr seien jedoch keine Zinsen mehr gezahlt worden und niemand sei mehr ans Telefon gegangen.
Bei dem angezeigten Unternehmen handelt es sich um die argentinische Firma Corar unter der Leitung des Unternehmers Miguel Fernández, der sowohl ausländisches als auch lokales Kapital für den Bau von Gebäuden akquiriert.
Den Klägern zufolge führen die Behörden nur mangelhafte Kontrollen durch, was die Rechtssicherheit und die Institutionalität Paraguays infrage stelle. Die für die Ermittlungen zuständige Staatsanwältin ist Verónica Valdez, welche diese Woche alle Aussagen der Geschädigten aufnimmt, um dann eine Anklage zu formulieren.
Wochenblatt / Última Hora















