Rio Verde: Der Rechtsanwalt Rodrigo Yódice, Verteidiger des wegen eines Millionenbetrugs angeklagten Abgeordnetenhaus-Beamten William Bogarin (Beitragsbild), reicht weiterhin verfahrensverzögernde Anträge ein, um das Fortschreiten des Strafverfahrens zu verhindern.
Diesmal legte der besagte Jurist, der bereits wegen unredlicher Prozessführung sankioniert worden sein soll, ein Rechtsmittel der Wiederaufnahme und subsidiären Berufung gegen die Entscheidung von Richter Vicente Coronel ein. Dieser hätte eigentlich den Sachverständigen den Eid abnehmen sollen, um die Datenauslesung aus dem Mobiltelefon des Angeklagten durchzuführen.
Bogarin ist wegen schweren Betrugs und Fälschung öffentlicher Urkunden angeklagt. Opfer der Ermittlungen sind mennonitische Kolonisten aus Rio Verde (Departement San Pedro). Die Datenauslesung aus dem Mobiltelefon soll von der Abteilung für Anti-Entführung und Anti-Erpressung durchgeführt werden, die die Ergebnisse dem Ermittlungsrichter melden muss. Aufgrund der von der Verteidigung eingereichten Prozessfinte muss das Strafverfahren jedoch erst vor dem Berufungsgericht freigeschaltet werden, um die Maßnahme durchführen zu können.
Darüber hinaus setzte Richter Vicente Coronel die Vorverhandlung für den morgigen 21. August um 08:45 Uhr an. In dieser Instanz wird entschieden, ob die Angeklagten vor ein mündliches und öffentliches Hauptverfahren kommen.
Weitere Angeklagte
Neben dem ehemaligen Beamten sind in dem Fall die Rechtsanwältin Ilse Paredes und José Ljubetic angeklagt. Den drei Personen wird vorgeworfen, die Kolonisten unter dem falschen Versprechen, 8.000 Hektar Land im Chaco zu erwerben, um eine Summe von 1.600.000 US-Dollar betrogen zu haben. Es wird erwartet, dass die Handy-Expertise schlüssige Informationen über die Beteiligung Bogarins und weiterer möglicher Involvierter liefert.
Wochenblatt / La Nación














