Nueva Italia: Der ehemalige Richter des Obersten Gerichtshofs, Sindulfo Blanco, kam nach einem heftigen Zusammenstoß und anschließendem Überschlag auf der Verbindungsstraße zwischen Nueva Italia und Carapeguá ums Leben. Freiwillige Feuerwehrleute leisteten auch den im selben Fahrzeug befindlichen Familienangehörigen von Blanco Erste Hilfe, die Verletzungen erlitten.
Ein Verkehrsunfall forderte am Freitagnachmittag das Leben des ehemaligen Richters des Obersten Gerichtshofs, Sindulfo Blanco. Der tödliche Unfall ereignete sich auf der Straße, die die Stadt Nueva Italia mit der Gemeinde Carapeguá im Departement Paraguarí verbindet.
Einsatzkräfte der Nationalpolizei und freiwillige Feuerwehrleute der Region eilten an den Unfallort, um die Insassen zu retten und die Straße freizumachen.
Der ehemalige Verfassungsrichter war in Begleitung von Familienangehörigen an Bord eines Geländewagens unterwegs, als das Fahrzeug nach einem Zusammenstoß spektakulär umkippte.
Laut dem offiziellen Bericht der 24. Polizeidienststelle Pacheco der Polizeidirektion Paraguarí fuhr der weiße SUV vom Typ Toyota Fortuner, gesteuert von der 32-jährigen Rebeca Mariana Zotto Insaurralde, in Richtung Norden nach Süden. An einem Punkt der Strecke prallte das Fahrzeug voll gegen ein Motorrad, das am Straßenrand geparkt war.
Infolge des Aufpralls verlor die Fahrerin die Kontrolle über das Fahrzeug, was zu einem Überschlag führte, der dem ehemaligen Verfassungsrichter noch am Unfallort das Leben kostete.
Zusammen mit dem ehemaligen Richter und der Fahrerin reisten María Auxiliadora Insaurralde und Ámbar Guadalupe Blanco Insaurralde. Die drei Mitfahrerinnen erlitten unterschiedlich schwere Verletzungen und wurden von den freiwilligen Feuerwehrleuten notversorgt, die sie zur medizinischen Behandlung in das Bezirkskrankenhaus von Carapeguá brachten.
Der leflose Körper von Blanco verblieb derweil für die Bergung sowie die gerichtlichen und forensischen Maßnahmen am Unfallort.
Motorradfahrer blieb unverletzt
Der Besitzer des beteiligten Motorrads wurde als der 35-jährige Reinaldo Delvalle identifiziert. Dem vorläufigen Polizeibericht zufolge stellte der Mann das Zweirad verkehrswidrig auf der Fahrbahn ab, um am Straßenrand seine Notdurft zu verrichten, als es zum Zusammenstoß kam.
Delvalle blieb unverletzt, wurde jedoch von den eingreifenden Beamten unverzüglich festgenommen und zur Dienststelle der Straßenpolizei gebracht, um sich einem Alkoholtest zu unterziehen, und stellt sich der Staatsanwaltschaft zur Verfügung.
Sindulfo Blanco gehörte vierzehn Jahre lang, zwischen 2004 und 2018, der höchsten richterlichen Instanz des Landes an, bis er durch ein Amtsenthebungsverfahren im Senat wegen schlechter Amtsführung seines Amtes enthoben wurde. Nach seinem Ausscheiden aus der Judikative zog sich der ehemalige Richter aus dem öffentlichen Leben zurück.
Juristische Fakultät der UNA kündigt dreitägige Trauer an
Die Fakultät für Rechts- und Sozialwissenschaften der Nationalen Universität Asunción (Universidad Nacional de Asunción – UNA) veröffentlichte eine Erklärung, in der sie ihr tiefes Bedauern über den Tod von Blanco zum Ausdruck bringt.
Angesichts dieser Situation erklärt die Institution eine dreitägige institutionelle Trauer von Freitag bis Sonntag.
Wochenblatt / Abc Color
















Heinz1965
Die Unfall Konstellation hört sich nach Raserei und nicht angeschnallt an.
Land Of Confusion
Dreitätige Trauer für einen Verbrecher, der sein Amt extrem zu seinen Gunsten missbrauchte. Hier in Paraguay ehrt man die besonders Kriminellen aus Politik und Justiz. Wer sich das nochmal antun möchte, soll mal seinen Namen im Suchfeld eingeben.
Der alte Mann war wohl schon weit über 80 – hoffentlich erwartet ihn nun die Hölle.
Wenn der wahre König HC irgendwann das Zeitliche segnet, laut seinem Leibarzt wird das aber erst in 70 Jahren sein, da er 140 Jahre alt sein wird, gibt es vermutlich 40-tägige Staatstrauer in Paraguayer – in der Zeit hat selbstverständliche jeder Beamte und öffentliche Angestellte bei vollem Bezug freie Arbeitstage – und seine Untergegebenen werden in die Kamera heulen, welch großer Führer von uns gegangen ist.
Albert Rotzbremsn
„Sindulfo Blanco gehörte vierzehn Jahre lang, zwischen 2004 und 2018, der höchsten richterlichen Instanz des Landes an…“
Naja, nicht dass er sich nicht schon vorher die Taschen gefüllt haben dürfte, aber während diesen 14 Jahren dürfte es sich finanziell gelohnt haben. Mutmasslich natürlich, so genau will es die Staatsanwaltschaft eines der korruptesten Länder der Welt auch gar nicht wissen (ob sein Besitz im Einklang mit seinem Gehalt überein stimmen kann). Nicht dass andere Staatscreationen der Welt nicht korrupt werden, doch hier geht das auch ganz plump und offensichtlich. Muss man aber den Amigos schon etwas (ab-)geben.
Jedefalls dürfte nun einer nun vor seinem Richter stehen und seinen fetten Wanzt, den er sich zu Lebzeiten mit einem Gehalt von max. 2000 € angefressen hat, erklären.
(Zur Erklärung: zu dieser Zeit betrug das Gehalt des Präsidenten des Landes 2500 U$D monatlich, was für ein 9.-Weltland nicht einmal so ein schlechter Zapfen war/ist).